CERT-Bund warnt Sicherheitslücken auf über 15.000 Exchange-Servern

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Das Computer Emergency Response Team für Bundesbehörden (CERT-Bund) warnt vor mehreren Schwachstellen auf über 15.000 Exchange-Servern, die seit Monaten öffentlich zugänglich sind. Admins sollten so schnell wie möglich ihre Server aktualisieren.

Sechs Monate nach der Warnung des BSI weisen weiterhin 35 Prozent der Exchange-Server mit offenem OWA mindestens eine Schwachstelle auf, die eine Remote Code Execution (RCE) ermöglicht.(Bild:  lucadp - stock.adobe.com)
Sechs Monate nach der Warnung des BSI weisen weiterhin 35 Prozent der Exchange-Server mit offenem OWA mindestens eine Schwachstelle auf, die eine Remote Code Execution (RCE) ermöglicht.
(Bild: lucadp - stock.adobe.com)

Das CERT des Bundes warnt dass über 15.000 Exchange-Server), über Schwachstellen angreifbar sind, vor denen bereits vor sechs Monaten gewarnt wurde!

Auch heute weisen noch über 30 Prozent (ca. 15.000) aller bekannten Exchange-Server in Deutschland eine RCE-Schwachstelle auf. Bei 41 Prozent (über 18.000 Server) ist der Patchstand so, dass manuelle Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden müssten. Hier ist aber unklar, ob das auch passiert ist. Die Zahl der verwundbaren Systeme könnte also noch viel größer sein. Das CERT liefert dazu weitere Zahlen auf X.

Veraltete Exchange-Server sind ein Problem

Das Hauptproblem der angreifbaren Exchange-Servern besteht vor allem darin, dass deren Patch-Stand veraltet ist. Würden Admins die aktuell verfügbaren Updates installieren, wären die Schwachstellen vor denen das BSI vor sechs Monaten gewarnt hatte, geschlossen. Dazu kommt, dass anscheinend noch viele Exchange-Server mit den veralteten Versionen Exchange Server 2010 und Exchange Server 2013 im Internet verfügbar sind. Deren Zahl sinkt zwar, aber noch immer sind 10 Prozent der Exchange-Server auf einem veralteten Stand.

In Deutschland befinden sich damit 28 Prozent der Microsoft Exchange Server 2016/2019 mit offenem OWA auf einem Patch-Stand, der über sechs Monate alt ist. Das betrifft mehr als 12.000 Systeme. Bei etwa 15 Prozent der Server, also rund 6.500, liegt der letzte Patch sogar über ein Jahr zurück.

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