Kundendaten im Darknet Check Point bestätigt Cyberangriff, aber...

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Ein Cyberkrimineller bietet Kundendaten von Check Point im Darknet zum Verkauf an. Der Hersteller bestätigt zwar, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein, diese läge jedoch schon mehrere Monate zurück und hätte keine Kundendaten betroffen.

Check Point gibt zu, dass es im Dezember 2024 einen Angriff auf ein internes Portal gegeben hätte. Allerdings seien dabei nicht die Art von Daten gestohlen worden, die nun im Darkweb angeboten würden. Diese würden von Infostealer-Aktivitäten stammen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Check Point gibt zu, dass es im Dezember 2024 einen Angriff auf ein internes Portal gegeben hätte. Allerdings seien dabei nicht die Art von Daten gestohlen worden, die nun im Darkweb angeboten würden. Diese würden von Infostealer-Aktivitäten stammen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Ende März 2025 bestätigte Check Point gehackt worden zu sein. Allerdings habe es sich bei dem Cyberangriff um einen alten, bereits bekannten Vorfall gehandelt, der bereits im Dezember 2024 stattgefunden habe und kein Sicherheitsrisiko dargestellt habe.

Kundendaten im Darknet aufgetaucht

Die Meldung von Check Point erfolgte kurz nachdem ein Akteur namens „Coreinjection“ in einem Darknet-Forum sensible Kundendaten des Cybersecurity-Spezialisten zum Verkauf angeboten hatte. Neben den Kundendaten seien in dem Forum Alon Gal, Mitgründer und CTO bei Hudson Rock, zufolge auch Quellcode, interne Netzwerkkarten und Benutzeranmeldeinformaitonen von Check Point zu finden. Für die Daten habe der Akteur fünf Bitcoin verlangt. Doch Hudson Rock habe eine interne Analyse durchgeführt und herausgefunden, dass die 350 gestohlenen Datensätze aus Logs von Infostealern stammen würden und nicht aus dem Check-Point-Datenleck von Ende 2024 selbst. Dies deute darauf hin, dass Coreinjection selbst keine Daten von Check Point gestohlen habe. Stattdessen hätte er Informationen veröffentlicht, die über einen gewissen Zeitraum – und möglicherweise nicht von ihm selbst – hinweg gestohlen und aus verschiedenen Foren zusammengetragen worden seien.

Cyberangriff auf Check Point im Dezember 2024

Bei dem Cyberangriff auf Check Point im Dezember 2024, den der Hersteller bestätigte, seien Mandanten von drei Organisationen betroffen gewesen, nachdem Anmeldedaten kompromittiert wurden. Die Daten der Mandanten hätten sich in einem internen Portal befunden, das weder Kundensysteme noch Produktions- oder Sicherheitsarchitektur enthalte. Auch daraus lasse sich ableiten, dass die von Coreinjection angebotenen Daten nicht aus einem Angriff auf Check Point stammen würden.

Den tatsächlich stattgefundene Sicherheitsvorfall vor einigen Monaten habe Check Point bereits gründlich untersucht. Die betroffenen Organisationen seien informiert und betreut worden. Zu den abgeflossenen Informationen hätten nur eine Liste mit Konto- und Produktnamen, drei Kundenkonten mit Kontaktangaben sowie eine Liste mit den E-Mail-Adressen einiger Check-Point-Mitarbeiter gehört. Für die Kunden des Hersteller hätte es zu keiner Zeit Sicherheitsbedenken gegeben. Der Akteur Coreinjection hätte „alte, irrelevante Informationen“ wiederverwendet und damit fälschlicherweise einen Datendiebstahl suggeriert.

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