Monitoring in KMU professionell und einfach umsetzen Checkmk auf Synology-NAS: Monitoring einfach per Docker

Von Thomas Joos 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Checkmk ist ein Tool für das Monitoring von Netzwerken, das sich auch für kleinere Unternehmen eignet. Die Einrichtung ist problemlos auch über Container auf einem Synology-NAS möglich. Der Beitrag zeigt die Möglichkeiten.

So gelingt Netzwerk-Monitoring mit Checkmk auf dem Synology-NAS: Einfache Einrichtung via Docker und Portainer – ideal für KMU und IT-Admins.(Bild:  Joos | Synology | Checkmk)
So gelingt Netzwerk-Monitoring mit Checkmk auf dem Synology-NAS: Einfache Einrichtung via Docker und Portainer – ideal für KMU und IT-Admins.
(Bild: Joos | Synology | Checkmk)

Wir haben uns bereits in verschiedenen Texten mit dem mächtigen Überwachungstool Checkmk auseinandergesetzt. Für den Betrieb der Lösung ist nicht unbedingt ein eigener Server notwendig. Es ist auch möglich, Checkmk über Docker-Container zu betreiben und dabei auf Synology-NAS-Systeme zu setzen. Das macht die Einrichtung einfach und Checkmk ist schnell einsatzbereit. Da Synology mit dem Container-Manager ein kostenloses Paket für den Betrieb von Containern bereitstellt, macht das die Einrichtung noch einfacher.

Container Manager und Portainer installieren

Um Checkmk und später unter Umständen auch andere Container auf dem NAS bereitzustellen, wird über den Paket-Manager zunächst der Container-Manager installiert. Da es sich dabei um ein Standardpaket von Synology handelt, ist die Installation in kurzer Zeit abgeschlossen. Im Rahmen der Installation des Container-Managers von Synology wird auch der Ordner „docker“ auf dem NAS angelegt. Dieser steht auch über das Tool „File Station“ direkt in der Weboberfläche zur Verfügung.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 13 Bildern

Für den Einsatz von Checkmk als Container auf einem Synology-NAS kommt außerdem die Container-Verwaltungslösung Portainer zum Einsatz. Diese erleichtert die Verwaltung von Docker auf dem Synology-NAS deutlich. Sie läuft ebenfalls als Container und lässt sich daher direkt in den Container-Manager einbinden. Dazu ist es sinnvoll im Ordner „docker“ auf dem NAS einen neuen Ordner „portainer“ anzulegen. In diesen kommen als nächstes die Systemdaten von Portainer. Die Installation von Portainer sollte in der aktuellen Version erfolgen. Dazu kommt ein Skript zum Einsatz, das über den Task-Planer auf dem NAS bei „Systemsteuerung -> Aufgabenplanung -> Erstellen -> Geplante Aufgabe -> Benutzerdefiniertes Skript“ hinterlegt wird. Zuvor sollte aber über „Einstellungen“ des Aufgabenplaners die Option „Ausgabeergebnisse speichern“ gesetzt sein. Als Verzeichnis ist es an dieser Stelle zum Beispiel sinnvoll, unterhalb von „docker“ ein Verzeichnis „reports“ zu verwenden.

Bei Aufgabe kann zum Beispiel „Portainer-Install“ eingetragen werden. Der Haken bei „Aktiviert“ wird entfernt und als Benutzer kommt „root“ zum Einsatz. Auf dem Menüpunkt Zeitplan“ erfolgt die Aktivierung von „Am folgenden Datum ausführen“ und „Nicht Wiederholen“. Bei „Benachrichtigung“ ist es möglich, mit „Ausführungsdetails per E-Mail senden“ eine Status-Info zu versenden. Nach der Eingabe einer E-Mail-Adresse verschickt das NAS eine E-Mail mit den Infos zur Installation an die gewünschte Adresse. Bei „Benutzerdefiniertes Skript“ trägt man schließlich das Skript zur Installation von Portainer als Docker-Container mit Container-Manager ein:

docker run -d --name=portainer \-p 8000:8000 \-p 9000:9000 \-v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock \-v /volume1/docker/portainer:/data \--restart=always \portainer/portainer-ce:latest

Wichtig ist an dieser Stelle, dass Volume und Verzeichnis richtig geschrieben sind. Der Pfad kann auch in den Eigenschaften des angelegten Ordners über das Tool „File Station“ in Erfahrung gebracht werden. Nach der Bestätigung der neuen Aufgabe, erscheint noch eine Warnung, die bestätigt werden muss. Danach erfolgt die Eingabe des Kennwortes für den angemeldeten Benutzer. Danach wählt man die Aufgabe aus und klickt auf „Ausführen“. Im Anschluss erfolgt die Installation. Ist diese abgeschlossen, verschickt das NAS die E-Mail an die angegebene Adresse. Über „Aktion -> Ergebnis anzeigen“ ist ebenfalls der Status der Installation zu sehen. Hier sollte kein Fehler angezeigt werden. Anschließend ist der Portainer-Container auch innerhalb des Container-Managers als gestartet zu erkennen. Sollte es Probleme mit Portainer geben, hilft es teilweise, den Container über den Container-Manager zu stoppen und neu zu starten.

Portainer einrichten

Nach der erfolgreichen Installation steht Portainer über die IP-Adresse des NAS und den Port 9000 zur Verfügung. Beim ersten Aufruf erfolgt das Festlegen des Benutzernamens zur Verwaltung von Portainer. Im ersten Schritt sollte überprüft werden, ob es eine neue Version von Portainer gib. Das geht direkt in der Weboberfläche der Container-Verwaltungslösung.

Nach der Anmeldung ist über die Kachel „Get Started“ die lokale Docker-Instanz des Synology-NAS zu sehen. Durch einen Klick auf das Stift-Icon auf der rechten Seite der Instanz sind die Einstellungen zu finden. Bei „Public IP“ erfolgt die Eingabe der lokalen IP-Adresse des Synology-NAS. Nach einem Klick auf „Update Environment“ erfolgt jetzt eine Aktualisierung. Damit steht Portainer auf dem NAS parallel zum Container-Manager zur Verfügung. Portainer ist dabei aber nur ein weiterer Container innerhalb des Container-Managers, und lässt sich dadurch schnell und einfach wieder entfernen. Das NAS selbst wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Container-Registrierungen hinzufügen

Damit über Portainer und den Container-Manager weitere Container zur Verfügung gestellt werden können, zum Beispiel Checkmk, ist das Hinzufügen von Container-Registries notwendig. Das erfolgt in der Portainer-Oberfläche über den Menüpunkt „Registry ->Add registry“. Nach der Auswahl von „Custom registry“ gibt man bei „Name“ den Wert „GHCR“ und bei „Registry URL“ die Adresse „ghcr.io“ ein. Mit einem Klick auf „add registry“ wird diese hinzugefügt. Über diese Registry lässt sich später Portainer selbst aktualisieren.

Für die Installation von Checkmk ist noch die Registry „codeberg.org“ nötig, die auf dem gleichen Weg hinzugefügt wird. Als Name kann hier zum Beispiel „CODEBERG“ verwendet werden. Als dritte Registry ist noch „Quay.io“ notwendig.

Checkmk als Container mit Portainer und Synology Container-Manager installieren

Um Checkmk ebenfalls als Container zu betreiben, erfolgt zunächst das Anlegen des neuen Ordners „checkmk“ im Docker-Ordner, genauso wie bei der Installation von Portainer. In diesen Ordner kommen später die Systemdateien von Checkmk. Die weitere Einrichtung erfolgt jetzt in der Portainer-Oberfläche über „Stacks -> Add stack“. Dazu muss die lokale Docker-Instanz auf dem NAS ausgewählt werden. Als Name wird zum Beispiel „checkmk“ verwendet und bei „Web editor“ erfolgt das Eintragen des folgenden Skriptes:

version: '3.3'services: check-mk-raw: ports: - 8722:5000 tmpfs: /opt/omd/sites/cmk/tmp:uid=1000,gid=1000 volumes: - /volume1/docker/checkmk:/omd/sites - /etc/localtime:/etc/localtime:ro container_name: checkmk restart: always image: checkmk/check-mk-raw

Nach der Eingabe von „Deploy the stack“ erfolgt der Download und die Integration von Checkmk über Portainer auf dem Synology-NAS. Es kann einige Minuten dauern, bis alle Daten von Checkmk heruntergeladen sind. Danach wird der Stack in der Portainer-Oberfläche angezeigt. Bei „containers“ sollte jetzt der Checkmk-Container mit dem Status „Healthy“ angezeigt werden.

Durch einen Klick auf das kleine Icon zur Anzeige des Protokolls von Checkmk zeigt die Umgebung die Anmeldedaten für die Weboberfläche von Checkmk an. Die URL für den Zugriff auf die Checkmk-Installation ist die IP-Adresse des NAS und der Port 8722. Danach lässt sich Checkmk im Netzwerk genauso nutzen, wie bei einer herkömmlichen Installation.

(ID:50548846)