Teilweise in Führungsrollen Chief Legal Officers übernehmen zunehmend Security-Aufgaben

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ein Chief Legal Officer berät ein Unternehmen hinsichtlich rechtlicher Belange. Zweifelsohne können diese auch die IT-Sicherheit betreffen. Folglich übernehmen Rechtsanwälte immer häufiger gemeinsam mit dem Security-Team Aufgaben aus diesem Bereich.

Einer Befragung der Association of Corporate Counsel Foundation zufolge haben 38 Prozent der Chief Legal Officers eine Führungsrolle im Bereich der Cybersicherheit inne.(Bild:   / CC0)
Einer Befragung der Association of Corporate Counsel Foundation zufolge haben 38 Prozent der Chief Legal Officers eine Führungsrolle im Bereich der Cybersicherheit inne.
(Bild: / CC0)

Die Rolle des Chief Legal Officers (CLOs) wird auf der ganzen Welt ein immer wichtigerer Teil der Cybersicherheitsstrategie von Unternehmen. Oftmals haben sie Führungspositionen inne und berichten dem Vorstand häufig Bericht über den aktuellen Stand der Cybersicherheit. Dies geht aus dem aktuellen Bericht „The 2025 State of Cybersecurity Report: An In-house Perspective“ der Association of Corporate Counsel (ACC) Foundation hervor.

Was ist ein Chief Legal Officer?

Ein Chief Legal Officer, oft auch als Chief Law Officer bezeichnet, ist der Leiter der Rechtsabteilung in einem Unternehmen. Er ist der rechtliche Repräsentant der Organisation und gemeinsam mit seinem Team Kontaktstelle für alle gesetzlichen Belange und rechtlichen Fragen. Vor allem haben CLOs eine beratende Rolle inne. Sie identifizieren rechtliche Probleme im Unternehmen, finden regelnde Maßnahmen und unterrichtet die Führungsebene. Ihr Aufgabengebiet kann folgende Punkte umfassen:

  • Compliance und Governance
  • Datenschutz
  • Vertragsrecht
  • Risikobewertungen
  • Unternehmensfusionen und -käufe
  • Urheberrecht

Für ihren Bericht hat die ACC Foundation 278 Anwälte, die sich in einem Beschäftigungsverhältnis bei einem nicht-anwaltlichen Arbeitgeber befinden, aus 16 Ländern und 20 Branchen befragt. Demnach zeigte sich, dass zunehmend rechtliche Aspekte sowie Themen der Governance in der Cybersicherheit diskutiert werden. Dadurch habe sich die Rolle des CLO verändert. Er sei nun immer mehr auch für das Management von Betriebsrisiken, die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle, die Haftung bei Datenschutzverletzungen, das Reputationsmanagement sowie die Geschäftskontinuität zuständig. Mittlerweile haben 32 Prozent der Organisationen mindestens einen dedizierten Cyber-Anwalt beschäftigt, im Gegensatz zu 18 Prozent im Jahr 2020.

CLOs sind Führungskräfte in der Cybersicherheit

Die Hälfte der befragten CLOs gab in der Befragung an, dass sie Teil eines Teams mit Zuständigkeiten im Bereich Cybersicherheit sind. Überraschenderweise ist in 93 Prozent der Organisationen ein Mitglied der Rechtsabteilung auch Teil eines Teams, das für die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle zuständig ist. Davon ist in 73 Prozent der Fälle der CLO selbst Teil dieses Teams.

38 Prozent der Chief Legal Officers haben eine Führungsrolle in Bezug auf die Verantwortlichkeiten im Bereich Cybersicherheit inne. 2020 waren es nur 15 Prozent. „Der Cybersicherheitsbericht der ACC Foundation dient als Aufruf an die Unternehmensjuristen, ihre wachsende Rolle anzunehmen, ihr Fachwissen im Bereich Cybersicherheit auszubauen und die rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen, die sich aus dieser sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungslandschaft ergeben, proaktiv anzugehen“, kommentiert Jennifer Chen, Geschäftsführerin der ACC Foundation. „Durch eine Führungsrolle im Bereich Cybersicherheit können Unternehmensjuristen ihre Organisationen vor erheblichen finanziellen, rufschädigenden und rechtlichen Schäden schützen, die Geschäftskontinuität sicherstellen und eine widerstandsfähigere Zukunft aufbauen.“

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