CISA warnt vor Emerson ValveLink Sicherheitslücken in Lösung für industrielle Steuerungssysteme

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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CISA warnt vor teils kritischen Schwachstellen in Emersons ValveLink-Software für industrielle Steuerungssysteme. Angreifer könnten sensible Daten abgreifen oder Schadcode einschleusen. Ein Update auf Version 14.0 wird dringend empfohlen.

Die US-Behörde CISA warnt vor fünf Sicherheitslücken in Emersons ValveLink-Software, die weltweit in industriellen Steuerungsanlagen eingesetzt wird.(Bild:  © ipopba - stock.adobe.com)
Die US-Behörde CISA warnt vor fünf Sicherheitslücken in Emersons ValveLink-Software, die weltweit in industriellen Steuerungsanlagen eingesetzt wird.
(Bild: © ipopba - stock.adobe.com)

Die Cybersecurity & Infrastructure Security Agency (CISA) hat eine Sicherheitswarnung für die Produktreihe ValveLink von Emerson herausgegeben. Der US-Hersteller bietet Lösungen, die für die Konfiguration und Diagnose von Problemen in industriellen Steuerungssystemen eingesetzt werden. Nun finden sich darin fünf Sicherheitslücken, von denen eine kritisch ist.

Schwachstellen von Klartextspeicherung bis Suchpfadmanipulation

Diese sind die Sicherheitslücken, vor denen die CISA warnt:

  • CVE-2025-52579 (CVSS-Score 9.4): Diese Schwachstelle betrifft die Klartextspeicherung sensibler Informationen im Arbeitsspeicher der ValveLink-Produkte. Die Schwachstelle ermöglicht es Cyberangreifern, vertrauliche Daten abzurufen.
  • CVE-2025-50109 (CVSS-Score 8.5): Auch diese Sicherheitslücke führt dazu, dass die Produkte von Emerson sensible Informationen im Klartext speichern, in möglicherweise sicher­heits­kritischen Umgebungen und ohne ausreichenden Zugriffsschutz.
  • CVE-2025-46358 (CVSS-Score 8.5): Diese Schwachstelle resultiert aus einem unzu­rei­chenden Schutzmechanismus. Cyberangreifer können Sicherheitsmechanismen umgehen und potenziell sensible Daten einsehen.
  • CVE-2025-48496 (CVSS-Score 5.9): Diese Schwachstelle beschreibt eine Suchpfad­manipulation. Bestimmte Ordner, in denen die Software beim Laden von Dateien oder Programmbibliotheken sucht, könnten von Angreifern verändert werden. So könnten die Akteure schädliche Dateien einschleusen, die vom System anstelle der echten Dateien geladen werden.
  • CVE-2025-53471 (CVSS-Score 5.9): Bei dieser Sicherheitslücke handelt es sich um eine unzureichende Eingabevalidierung, wodurch Cyberangreifer Schadcode einschmuggeln könnten.

Emerson hat diese Sicherheitslücken selbst an die CISA gemeldet. Der Hersteller empfiehlt Kunden, die Produkte aus der Reihe ValveLink nutzen, diese auf die Version 14.0 oder höher zu aktualisieren.

Schutz für industrielle Systeme

Darüber hinaus gibt die CISA Anwendern folgende Hinweise mit an die Hand:

  • Minimieren Sie die Netzwerkgefährdung aller Steuerungsgeräte und/oder -systeme und stellen Sie sicher, dass diese nicht über das Internet zugänglich sind.
  • Binden Sie Steuerungsnetzwerke und Remote-Geräte in Firewalls mit ein und isolieren Sie sie von Unternehmensnetzwerken.
  • Ist der Fernzugriff auf Systeme erforderlich, sollten Sie sicherere Methoden wie virtuelle private Netzwerke (VPNs) verwenden. Dabei sollte jedoch beachetet werden, dass auch VPNs regelmäßig aktualisiert werden müssen.

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