Voice of the CISO von Proofpoint Wachsende Sorgen deutscher CISOs

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Viele CISOs zweifeln an der Widerstandskraft ihrer Unternehmen gegenüber Cyberangriffen. Menschliche Fehler, Insider-Risiken und der unkontrollierte Einsatz von GenAI verschärfen die Bedrohungslage.

Während Cyberbedrohungen gefährlicher werden, müssen CISOs sich auch um die sichere Nutzung von Künstlicher Intelligenz und sicheres Verhalten der Mitarbeitenden kümmern.(Bild:  Ulia Koltyrina - stock.adobe.com)
Während Cyberbedrohungen gefährlicher werden, müssen CISOs sich auch um die sichere Nutzung von Künstlicher Intelligenz und sicheres Verhalten der Mitarbeitenden kümmern.
(Bild: Ulia Koltyrina - stock.adobe.com)

Die zunehmenden und vielfältigeren Cyberbedrohungen machen CISOs zu schaffen. Sie sind dem „Voice of the CISO“-Report von Proofpoint zufolge zunehmend besorgt über die Fähigkeit ihres Unternehmens, einem schwerwiegenden Angriff standzuhalten. Dafür wurden 1.600 CISO aus 16 Ländern weltweit befragt. So gaben 88 Prozent der Security-Verantwortlichen deutscher Unternehmen an, in den nächsten zwölf Monaten dem Risiko eines schwerwiegenden Cyber­angriffs ausgesetzt zu sein. Im Vorjahr waren es 80 Prozent. Gleichzeitig glaube nur 48 Prozent, ihr Unternehmen sei darauf vorbereitet. 28 Prozent gaben sogar an, dass ihre Daten nur unzureichend geschützt sind.

Menschlicher Faktor als kritische Sicherheitslücke

60 Prozent der Befragten in Deutschland haben im vergangenen Jahr bereits erhebliche Datenverluste erlebt. Dabei fällt auf, dass Sicherheitsvorfälle bedingt durch Insider eine der häufigsten Ursachen sind. 97 Prozent der deutschen CISOs führen zumindest einen Teil der Datenverluste auf Mitarbeiter zurück, die das Unternehmen verlassen haben. Dies ist ein Anstieg gegenüber 77 Prozent im Vorjahr.

Und auch unbeabsichtigt falschen Verhalten bleibt 2025 eine enorme Schwachstelle. 75 Prozent der deutschen CISOs benennen den Menschen als ihr größtes Risiko, obwohl 67 Prozent der Meinung sind, dass ihre Mitarbeiter die Best Practices der Cybersicherheit verstehen. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass Bewusstsein allein nicht ausreicht.

GenAI mit Strategie

Auch der rasante Aufstieg von GenAI verstärkt die Sorgen der CISOs über menschliche Risiken. 49 Prozent der deutschen CISOs befürchten den Verlust von Kundendaten durch öffentliche GenAI-Tools. Kollaborationsplattformen und GenAI-Chatbots werden dabei als größte Sicher­heitsbedrohungen angesehen. Dennoch geben 69 Prozent an, dass die sichere Nutzung von GenAI oberste Priorität hat. Dafür haben 73 Prozent der Unternehmen Nutzungsrichtlinien eingeführt und 76 Prozent prüfen KI-gestützte Abwehrmaßnahmen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) schränkt die Nutzung von GenAI-Tools durch Mitarbeiter vollständig ein.

Obwohl KI dabei helfen kann, Cyberbedrohungen in den Griff zu bekommen und Mitarbeitende entlasten kann, stehen deutsche CISOs unter zunehmendem Druck: 69 Prozent sehen sich mit überzogenen Erwartungen konfrontiert und 74 Prozent gaben an, dass sie im letzten Jahr Burnout erlebt oder beobachtet haben. Während 60 Prozent bestätigen, dass ihre Unternehmen Maßnahmen ergriffen haben, um sie vor persönlicher Haftung zu schützen, haben 31 Prozent immer noch das Gefühl, dass ihnen die Ressourcen fehlen, um ihre Cybersicherheitsziele zu erreichen.

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