Die meisten Ransomware-Angriffe treffen den Mittelstand
Cyber-Erpressung treibt Mittelständler in die Insolvenz

Von CTO und CISO Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins 11 min Lesedauer

Laut BSI richten sich die meisten Ransomware-Angriffe gegen den Mittel­stand. Die Folgen sind existenziell: Unternehmen wie Fasana oder die Einhaus-Gruppe wurden durch Cyberangriffe in die Insolvenz getrieben. Gleichzeitig verschärfen NIS2 und der Cyber Resilience Act die persönliche Haftung der Geschäftsführung. Doch auch KMU können ihre Cyberresilienz mit pragmatischen Maßnahmen deutlich stärken.

Die meisten Ransomware-Angriffe treffen den Mittelstand. Unternehmen wie Fasana und Einhaus wurden durch Cyberangriffe in die Insolvenz getrieben.(Bild: ©  fresnel6 - stock.adobe.com)
Die meisten Ransomware-Angriffe treffen den Mittelstand. Unternehmen wie Fasana und Einhaus wurden durch Cyberangriffe in die Insolvenz getrieben.
(Bild: © fresnel6 - stock.adobe.com)

Der aktuelle geopolitische Kontext schafft ein Umfeld, in dem Cyberangriffe und Cyberspionage als Begleit- und Verstärkungsinstrument militärischer und hybrider Konflikte verstärkt zum Einsatz kommen. (Siehe zu den Cyber-Angriffen auch den Beitrag: „Cybersicherheit wird zur Frage digitaler Souveränität Europas. Warum agentische KI-Angriffe Europas Infrastrukturen bedrohen“)

Reuters berichtete am 1. März 2026 über eine Welle cybergestützter Operationen parallel zu den US-israelischen Angriffen auf Iran; Experten warnten dort bereits vor wahrscheinlichen iranischer oder proiranischer Cyber‑Vergeltungsmaßnahmen gegen militärische, kommerzielle und zivile Ziele des Westens.