Datenleck bei Otelier Persönliche Daten von Millionen von Hotelgästen gestohlen

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Indem sie die Anmeldedaten eines Mitarbeiters stahlen, konnten sich Cyberkriminelle Zugriff auf den Cloudspeicher von Otelier verschaffen. Sie stahlen fast acht Terabyte an Daten von Kunden des Herstellers, der eine Managementplattform für Hotels anbietet.

Für alle, die in den vergangenen Monaten in einem Hotel reserviert haben, könnte sich aufgrund eines Datenlecks bei Otelier ein Datencheck lohnen.(Bild:  Elnur - stock.adobe.com)
Für alle, die in den vergangenen Monaten in einem Hotel reserviert haben, könnte sich aufgrund eines Datenlecks bei Otelier ein Datencheck lohnen.
(Bild: Elnur - stock.adobe.com)

Bei der amerikanischen Hotelmanagement-Plattform Otelier (ehemals Mydigitaloffice) gab es einen Cyberangriff. Kriminelle drangen in den Amazon-S3-Cloudspeicher des Herstellers ein und stahlen persönliche Daten von Millionen von Gästen bekannter Hotelmarken wie Marriott, Hyatt und Hilton. Erstmals hätten sich die Cyberakteure im Juli 2024 Zugriff auf den Speicher verschaffen können und hätten diesen bis September 2024 aufrecht erhalten. Die Angreifer hatten behauptet, fast acht Terabyte an Daten aus Oteliers AWS S3 Buckets gestohlen zu haben.

Gegenüber Bleepingcomputer sagte das Unternehmen: „Otelier hat mit seinen Kunden kommuniziert, deren Informationen möglicherweise betroffen waren. Als Reaktion auf diesen Vorfall haben wir ein Team führender Cybersicherheitsexperten beauftragt, eine umfassende forensische Analyse durchzuführen und unsere Systeme zu validieren.“ Diese Untersuchung habe ergeben, dass der unbefugte Zugriff beendet wurde. Um weitere Datenschutzvorfälle zu verhindern, habe Otelier die betroffenen Konten deaktiviert und arbeite weiterhin an der „Verbesserung seiner Cybersicherheitsprotokolle“.

Gestohlener Mitarbeiter-Login als Einfallstor

Auch mit den Hackern hinter dem Angriff will Bleepingcomputer gesprochen haben: Sie hätten zuerst den Atlassian-Server von Otelier mit dem Login eines Mitarbeiters gehackt. Mithilfe einer Infostealer Malware seien sie an die Anmeldeinformationen gekommen. Otelier bestätigte dies nicht.

Weil sie dachten, die S3 Buckets würden dem Otelier-Kunden Marriott gehören, hätten die Cyberkriminellen zuerst die Hotelkette erpresst. Sie hätten eine Lösegeldforderung hinterlassen, allerdings darauf keine Reaktion erhalten. Im September 2024 hätten sie dann ihren Zugriff auf die internen Systeme von Marriott verloren, da die Anmeldeinformationen geändert worden waren.

Zu den gestohlenen Informationen über die Gäste verschiedener Hotels würden unter anderem Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen gehören. Wie Bleepingcomputer weiter meldet, seien bei dem Angriff offenbar keine Passwörter oder Rechnungsinformationen gestohlen worden. Dennoch können Cyberkriminelle andere Informationen für Phishing-Angriffe nutzen, weswegen Vorsicht geboten ist. Auf der Webseite Have I Been Pwned können Personen, die sich um ihre Daten sorgen, überprüfen, ob ihre E-Mail-Adressen in den offengelegten Daten enthalten sind.

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