Ausfall des Kommunikationsnetzes Cyberangriff legt halb Luxemburg lahm

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Ein Cyberangriff auf Post Luxemburg legte am 23. Juli weite Teile des Landes lahm: Internet, Notrufe und Mobilfunk fielen aus. Auch der Flughafen war betroffen. Ursache war eine ausgenutzte Schwachstelle in einer IT-Kom­ponente.

Hinter dem Internetausfall bei Post Luxemburg steckte ein gezielter Cyberangriff von „hohem technischem Niveau und hoher Komplexität“.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Hinter dem Internetausfall bei Post Luxemburg steckte ein gezielter Cyberangriff von „hohem technischem Niveau und hoher Komplexität“.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Für mehrere Stunden ging am 23. Juli 2025 in großen Teilen Luxemburgs nichts mehr: kein Internet, kein Telefon, keine Chats. Grund dafür, war der Totalausfall des Netzwerkes von Post Luxemburg, einem Unternehmen, welches neben Post-Diensten auch Informations- und Kommunikationstechnologie-Dienstleistungen anbietet. Zuerst konnte nur gemutmaßt wer­den, doch schnell stellte sich heraus, dass hinter dem Ausfall ein gezielter Cyberangriff von „hohem technischem Niveau und hoher Komplexität“ steckte. Wie Luxembuger Wort berich­tet, wurde bei dem Vorfall wurde Post zufolge eine Sicherheitslücke in einer Software-Komponente ausgenutzt, um eine großflächige Störung und einen Ausfall der Dienste zu verursachen.

Auswirkungen des Cyberangriffs

Doch nicht nur die private Kommunikation war aufgrund der Störung gestört. Viel schlimmer war, dass auch die Notrufnummern 112 und 113 mehrere Stunden lang nur eingeschränkt er­reich­bar waren. Zu dem Ausfall kam es am Mittwoch gegen 16:15 Uhr. Für Post-Kunden waren die Nummern gegen 17 Uhr ausgefallen. Bis sie wieder erreichbar waren, dauerte es bis circa 20 Uhr. Auch das 4G- und das 5G-Netz von Post waren betroffen, nur das 2G-Netz funktionierte noch. Auch der E-Banking-Dienst des Unternehmens war beeinträchtigt.

Die Auswirkungen des Hackerangriffs zog noch weitere Kreise: 22 Abflüge und 18 Ankünfte am luxemburgischen Flughafen Findel verspäteten sich wegen der Attacke. Mehrere tausend Pas­sagiere waren davon betroffen. Wie der Flughafenbetreiber Lux-Airport mitteilte, musste das Bodenpersonal für den Check-In der Fluggäste, die Gepäckabfertigung und das Boarding auf manuelle Verfahren zurückgreifen.

Zumindest sei es den Angreifern nicht gelungen, in die internen Systeme von Post einzudringen und Daten zu kompromittieren und zu stehlen. Nun arbeite Post mit den zuständigen Behörden zusammen, um den Fall aufzuarbeiten. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft sei ebenfalls bereits gestellt.

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