Insider ein Problem für die Cybersicherheit? Wie groß ist die Gefahr durch die eigenen Mitarbeiter?

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Eine Umfrage von Sophos geht der Frage nach, wie Verantwortliche im Unternehmen die Gefahr von Cyberangriffe und die Beeinträchtigung der Cybersicherheit durch interne Anwender sehen.

Gefährden wütende oder frustrierte Mitarbeiter die Cybersicherheit in Unternehmen? 56,7 Prozent der befragten Manager aus Deutschland schätzen die Gefahr als gering oder sehr gering ein.(Bild:  stokkete - stock.adobe.com)
Gefährden wütende oder frustrierte Mitarbeiter die Cybersicherheit in Unternehmen? 56,7 Prozent der befragten Manager aus Deutschland schätzen die Gefahr als gering oder sehr gering ein.
(Bild: stokkete - stock.adobe.com)

Sophos hat über das Meinungsforschungsinstitut Ipsos eine Umfrage bei Managern von Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich durchgeführt, wie es um das Vertrauen gegenüber den eigenen Mitarbeitern aussieht. Dabei ging es auch darum, ob frustrierte, wütende oder gekündigte Mitarbeiter ein Problem für die Cybersicherheit darstellen.

Ergebnisse der Sophos-Umfrage

Die Ergebnisse der von Sophos in Auftrag gegebenen Umfrage unter 301 C-Level-Managern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen interessante Unterschiede im Vertrauen der Führungskräfte in die Cybersicherheitsbewusstheit ihrer Mitarbeiter.

In Österreich zeigte sich ein bemerkenswert hohes Vertrauen der Führungskräfte in ihre Mitarbeiter, wobei 64 Prozent der Befragten die Gefahr, die von ihren Teams ausgehen könnte, als gering oder sehr gering einschätzen. Besonders auffällig ist, dass der österreichische Handel besonders stark auf seine Belegschaft setzt, da 62,5 Prozent der Manager die Insidergefahr als unbedeutend betrachten. Lediglich 2 Prozent der österreichischen Führungskräfte sehen eine hohe Gefahr von innen, was ein sehr positives Bild des Vertrauens in die Mitarbeitenden zeichnet, insbesondere in größeren Unternehmen.

Deutschland zeigt sich in dieser Hinsicht ebenfalls optimistisch, wenngleich etwas vorsichtiger als Österreich. Hier schätzen 56,7 Prozent der befragten Manager die Gefahr, die von Mitarbeitern ausgehen könnte, als gering oder sehr gering ein. Interessant ist jedoch, dass 26,9 Prozent der deutschen Manager eine mittlere Gefahr sehen, was auf eine gewisse Vorsicht hinweist, insbesondere im Handel, wo 35,5 Prozent von einer mittleren Gefahr ausgehen. Nur 1,5 Prozent der deutschen Manager sehen eine hohe Gefahr, was auf ein solides Vertrauen in die Mitarbeitenden hinweist, jedoch mit einer leicht erhöhten Vorsicht im Vergleich zu Österreich.

In der Schweiz ist das Vertrauen in die Cybersicherheitsbewusstheit der Mitarbeiter am geringsten ausgeprägt. Hier gehen lediglich 48 Prozent der Manager von einer geringen oder sehr geringen Gefahr aus, die von den eigenen Mitarbeiter ausgehen könnte. Besonders das verarbeitende Gewerbe zeigt sich mit 42,1 Prozent als vergleichsweise optimistisch, während insgesamt 32 Prozent der Schweizer Manager eine mittlere Gefahr sehen. Interessant ist, dass auch in der Schweiz nur 2 Prozent eine sehr hohe Gefahr durch Insiderangriffe vermuten, was die allgemeine Tendenz zu einer gewissen Vorsicht, aber nicht zu übermäßiger Besorgnis widerspiegelt.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass das Vertrauen in die Mitarbeiter in allen drei Ländern relativ hoch ist, wobei Österreich die optimistischste Einschätzung zeigt. Gleichzeitig sind die deutschen und schweizerischen Manager etwas vorsichtiger, was auf ein stärker ausgeprägtes Bewusstsein für potenzielle Insidergefahren hindeutet. Es zeigt sich, dass trotz des hohen Vertrauens der Führungskräfte weiterhin eine gewisse Vorsicht geboten ist, insbesondere in Bezug auf menschliche Fehler und Insiderangriffe, die nach wie vor eine ernstzunehmende Bedrohung für die Cybersicherheit darstellen können.

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