OT Security Financial Risk Report von Dragos Cyberangriffe auf Industrieanlagen – Schäden in Milliardenhöhe

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Industrieanlagen stehen zunehmend im Visier von Cyberangriffen – und die finanziellen Folgen können immens sein. Ein Dragos-Report zeigt, dass vor allem Produktionsausfälle und Lieferkettenprobleme große Kostentreiber sind.

Risiken von OT-Cyberangriffen wurden laut Dragos bislang falsch bemessen – gezielte Maßnahmen sind nötig, um Risiken zu senken.(Bild:  wladimir1804 - stock.adobe.com)
Risiken von OT-Cyberangriffen wurden laut Dragos bislang falsch bemessen – gezielte Maßnahmen sind nötig, um Risiken zu senken.
(Bild: wladimir1804 - stock.adobe.com)

Ein gemeinsamer Report des Security-Anbieters Dragos und des Beratungsunternehmens Marsh McLennan zeigt das finanzielle Risiko von OT-Cybervorfällen auf und welche Sicher­heitsmaßnahmen den größten Schutz bieten. In dem „OT Security Financial Risk Report“ wollen die Autoren zudem Aufmerksamkeit für die enormen Auswirkungen schaffen, die Cyberangriffe auf die Operational Technology haben können. Dafür haben sie das weltweite finanzielle Risiko bemesse, welches bei 329,5 Milliarden US-Dollar liegt, wovon 172,4 Milliarden Betriebsunterbrechungen betragen. Die Studienautoren merken an, dass dies ein zwar extremes, jedoch plausibles Szenario mit einer Wahrscheinlichkeit von 4,0 Prozent für das kommende Jahr darstellt.

Unzureichende Risikoeinschätzung in der Industrie

Tortz dieser geringen Wahrscheinlichkeit ist es ein Fakt, dass Cyberangriffe hohe finanzielle Folgen nach sich ziehen. Wie sich in dem Bericht zeigte, entfallen bis zu 70 Prozent der finan­ziellen Schäden auf indirekte Folgen wie Produktionsausfälle oder gestörte Lieferketten. Doch laut Dragos würden diese Faktoren in klassischen Risikomodellen meist nicht berücksichtigt.

Trotz steigender Angriffszahlen und wachsender Aufmerksamkeit auf Führungsebene würde es vielen Organisationen nicht gelingen, OT-spezifische Cyberrisiken wirksam zu managen. Dabei identifiziert der Bericht drei zentrale Herausforderungen:

  • unklare finanzielle Folgen
  • nicht messbarer Return on Investment
  • fehlende Grundlagen für die Priorisierung

Risiko mit grundlegenden Mitteln deutlich senken

Gleichzeitig wächst der Handlungsdruck auf die Branche aufgrund zunehmend spezialisierter OT-Malware und verschärfter Vorschriften wie der EU-Richtlinie NIS-2. Die Studienautoren verweisen auf Maßnahmen des SANS Institute, die ein Grundlage bieten, um Investitionen gezielt und messbar sowie risikosenkend einzusetzen. Sie seien bereits bei Versicherern, Com­plianceteams und Entscheidungsträgern anerkannt. Die drei wirkungsvollsten Schritte zur Risikoreduktion – die auch in der klassischen IT-Sicherheit bekannt sind – sind laut SANS:

  • ein Incident-Response-Plan, der bis zu 18,50 Prozent des Risikos für OT-Umgebungen senken kann
  • eine verteidigungsfähige Architektur, die das Risiko für die Branche um bis zu 17,09 Prozent mindern kann
  • und ICS Netzwerksichtbarkeit und -überwachung, die sich zu 16,47 Prozent positiv auf das Risiko für OT-Umgebungen auswirken kann

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