IT-Entscheider fühlen sich schlecht vorbereitet 8,6 Monate dauert die Recovery nach einem Cyberangriff

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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IT-Entscheider haben mit der komplexen Cyberbedrohungslandschaft zu kämpfen und fühlen sich auf Angriffe schlecht vorbereitet. Wenig überra­schend dauert die Wiederherstellung des normalen Tagesgeschäfts lange.

Im Schnitt erwarten Unternehmen, sich innerhalb von sechseinhalb Monaten von einer Cyberattacke zu erholen.(Bild:  saichon - stock.adobe.com / KI-generiert)
Im Schnitt erwarten Unternehmen, sich innerhalb von sechseinhalb Monaten von einer Cyberattacke zu erholen.
(Bild: saichon - stock.adobe.com / KI-generiert)

Unternehmen benötigen immer mehr Zeit, um sich von Cyberangriffen und technischen Ausfällen zu erholen. Zu diesem Schluss kommt der Content-Delivery-Experte Fastly in seinem Global Security Research Report. In Deutschland, Österreich und in der Schweiz benötigten die Unternehmen im Durchschnitt 8,6 Monate. Das sind 2,1 Monate länger, als die Befragten erwartet hatten.

Für die Studie hat Fastly IT- und Cybersicherheits-Entscheider aus verschiedenen Branchen in Nord-, Mittel- und Südamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und Japan befragt. Darunter waren 200 Befragte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Unternehmen fühlen sich unvorbereitet

41 Sicherheitsvorfälle haben Unternehmen aus dem DACH-Raum in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich erlebt. Daran hatten gezielte Attacken externer Angreifer (36 Prozent) den größten Anteil, gefolgt von Fehlkonfigurationen (29 Prozent) und Softwarefehlern (28 Prozent). Zu den Auswirkungen dieser Vorfälle gehörten vor allem Datenverlust (35 Prozent), Ausfallzeiten oder Unterbrechungen (28 Prozent) und die Kompromittierung von Kunden­konten (25 Prozent). Die Unternehmen, die Umsatzverluste als bedeutendste Auswirkung von Sicherheitsvorfällen angeben, berichteten von Einbußen in Höhe von 3,3 Prozent.

Marshall Erwin, Chief Information Security Officer bei Fastly, kommentiert die Ergebnisse: „Die vollständige Erholung nach Sicherheitsverletzungen wird für Unternehmen immer aufwendiger und kostspieliger. Gründe dafür sind Umsatzeinbußen, Reputationsschäden und Zeitverluste, die langfristig Geschäftsbeziehungen beeinträchtigen und Ressourcen aus verschiedenen Unternehmensbereichen binden. Da die Anzahl der Angriffe nicht abnehmen wird und das Risiko umfangreicher Ausfälle jederzeit besteht, ist es entscheidend, dass Anpassungen der Cybersicherheitsstrategie Teil eines ganzheitlichen Plans sind und Unternehmen keine übereilten Entscheidungen treffen.“

Vor allem die zunehmend komplexer werdende Bedrohungslandschaft macht den Unternehmen zu schaffen. 53 Prozent der Befragten gaben dies an und fühlen sich auf künftige Cyberangriffe unvorbereitet. 51 Prozent der Unternehmen stellten fest, dass sie nicht vor Bedrohungen durch aufkommende generative KI-Technologie geschützt sind. Die Hälfte der Firmen macht einen Mangel an Investitionen in Sicherheitstechnologien für ein erhöhtes Bedrohungsniveau verantwortlich.

Investitionen in Cybersicherheit werden steigen

Infolge dessen erwarten 88 Prozent der befragten Entscheidungsträger, dass die Investitionen in die Cybersicherheit in den nächsten zwölf Monaten steigen werden. Allerdings würden sie die Investitionen in Sicherheitslösungen angesichts knapper Budgets stärker rechtfertigen müssen.

Neben modernen Authentifizierungsmethoden (40 Prozent) finden sich Cybersecurity-Versicherungen (34 Prozent) sowie Managed Security Services (28 Prozent) unter den Top drei der erwarteten Investitionsbereichen. Allerdings gibt es Fastly zufolge eine deutliche Tendenz hin zu Outsourcing und Absicherung, ergänzend zu bestehenden Sicherheits-Tools. Im vergangenen Jahr wurden die Anbieter als Reaktion auf Vorfälle zudem stärker geprüft, wie 46 Prozent angaben.

Als Strategie für die Zukunft nennt Fastly einen übergreifenden Sicherheitsansatz. 20 Prozent der Befragten gaben an, dass die Einführung eines modernen Platform-Engineering-Ansatzes für Softwaresicherheit für sie zu den Prioritäten des nächsten Jahres gehört. „Wir sehen eine Verschiebung hin zu einer gemeinsamen Verantwortung für Sicherheit in Unternehmen mit einem stärkeren Fokus darauf, Sicherheitsmaßnahmen von Anfang an in alle Projekte einzubetten“, ergänzt Erwin. „Unternehmen, die Sicherheit frühzeitig in ihre Prozesse integrieren und starke Partnerschaften mit Sicherheitsspezialisten aufbauen, sind besser auf zukünftige Bedrohungen vorbereitet und können sich schneller von Angriffen erholen.“

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