Mit gestohlenen Zugangsdaten Daten von 1,2 Millionen Bankkunden in Frankreich ausgespäht

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Ein Cyberkrimineller hat in Frankreich Zugang zu den Daten von 1,2 Mil­lionen Bankkunden erlangt, indem er Zugangsdaten eines Beamten gestohlen hat. Die Behörden arbeiten nun an verbesserten Sicher­heits­maßnahmen, betroffene Kunden werden informiert.

Bankverbindungen, Identitäten von Kontoinhabern, Adressen und teilweise auch  Steueridentifikationsnummern sind von dem Cyberangriff auf die FICOBA betroffen. Den Kontostand einzusehen oder Überweisungen zu tätigen war dem Angreifer nicht möglich.(Bild:  Brian Jackson - stock.adobe.com)
Bankverbindungen, Identitäten von Kontoinhabern, Adressen und teilweise auch Steueridentifikationsnummern sind von dem Cyberangriff auf die FICOBA betroffen. Den Kontostand einzusehen oder Überweisungen zu tätigen war dem Angreifer nicht möglich.
(Bild: Brian Jackson - stock.adobe.com)

Ein Hacker hat sich in Frankreich Zugriff auf die Kontodaten von 1,2 Millionen Kunden fran­zö­sischer Banken verschafft. Der Unbekannte habe sich die Zugangsdaten eines Beamten zur nationalen Datenbank für Bankkonten (FICOBA) angeeignet, teilte das Wirtschafts­minis­terium in Paris mit. Damit habe er seit Ende Januar umfangreiche Daten abgerufen, wozu die Bank­ver­bindung, die Identität des Kontoinhabers, die Adresse und teils auch die Steuer­iden­ti­fi­kations­num­mer gehörten. Als der illegale Zugriff auffiel, wurde der Angriff gestoppt.

Überweisungen sind nicht beeinträchtigt

Die betroffenen Bankkunden sollen in den nächsten Tagen persönlich darüber informiert werden, dass möglicherweise auf ihre Daten zugegriffen wurde. Es wurde bereits Kontakt zu den Bankinstituten aufgenommen, um die Kunden zu größter Wachsamkeit anzuhalten, hieß es. Ob es bereits zu einem Missbrauch der Daten gekommen ist und wer hinter der Attacke stecken könnte, teilte das Ministerium nicht mit.

Der Zugriff auf die Datenbank ermögliche es aber nicht, den Kontostand einzusehen oder Überweisungen zu tätigen, erklärte die Generaldirektion für öffentliche Finanzen (DGFiP) der Nachrichtenagentur AFP.

Wie das Ministerium mitteilte, arbeiteten die zuständigen Behörden mit Hochdruck daran, die Sicherheit des Informationssystems zu verbessern. Der Vorfall sei auch der französischen Datenschutzbehörde gemeldet worden und es sei eine Strafanzeige erstattet worden.

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