Unsicherer Umgang mit Daten 77 Prozent der Mitarbeitenden ignorieren Sicherheitsregeln

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Laut einer Cyberark-Studie greifen immer mehr Mitarbeitende auf geschäftskritische Informationen zu. Schwache Passwörter, Regelverstöße und unsicherer Umgang mit KI-Tools erhöhen das Cyberrisiko drastisch.

Viele Mitarbeitende umgehen Security-Richtlinien, um sich ihre Arbeit zu erleichtern. Doch für die Unternehmen entstehen dadurch mehr Cyberrisiken.(Bild:  Jadon Bester/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Viele Mitarbeitende umgehen Security-Richtlinien, um sich ihre Arbeit zu erleichtern. Doch für die Unternehmen entstehen dadurch mehr Cyberrisiken.
(Bild: Jadon Bester/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Der Zugang zu sensiblen Daten über Mitarbeiteden muss nicht nur verwaltet, sondern auch geschützt werden. Denn viel zu oft führt fehlerhaftes Verhalten von Arbeitnehmenden – bewusst oder unbewusst – zu Sicherheitsrisiken. Cyberark hat dazu weltweit 14.003 Personen befragt, davon 2.000 aus Deutschland.

Mehrheit hat Zugriff auf sensible Daten

86 Prozent der Befragten greifen laut Cyberark auf Arbeitsplatzanwendungen zu, die oft geschäftskritische Daten enthalten, von persönlichen, unzureichend gesicherten Geräten aus. Zudem sei oftmals ein privilegierter Zugang nicht mehr nur IT-Administratoren vorbehalten ist. So gaben 38 Prozent an, dass sie häufig Kundendaten herunterladen. Ein Drittel ist zudem in der Lage, kritische oder sensible Daten zu ändern, und mehr als 30 Prozen können große Finanztransaktionen genehmigen.

Passwörter werden wiederverwendet

Für viele ist es ein leidiges Thema, aber es ist auch ein wichtiges Thema: Passwörter. 41 Prozent der befragten Mitarbeitenden verwenden dieselben Anmeldedaten für unterschiedliche Anwendungen. Dabei nutzen 32 Prozent die Passwörter und Benutzernamen auch für private Applikationen. 71 Prozent der Befragten haben sogar bereits arbeitsplatzspezifische vertrauliche Informationen an Außenstehende weitergegeben. Diese Angewohnheiten erhöhen das Risiko von Sicherheitslecks und Sicherheitsverletzungen.

Mehrheit umgeht Sicherheitsrichtlinien

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: 77 Prozent der Mitarbeitenden beachten häufig die Cybersicherheitsrichtlinien nicht, weil sie sich damit die Arbeit erleichtern wollen. Dazu gehören das Verwenden eines Passworts für mehrere Accounts, die Nutzung privater Geräte als WLAN-Hotspots und die Weiterleitung von Unternehmensnachrichten an private Konten.

KI führt zu Herausforderungen

Wenn vertrauliche Daten in KI-Tools eingegeben werden, können neue Schwachstellen entstehen. 80 Prozent der Befragten gaben an, KI für ihre Arbeit zu nutzen. Allerdings halten sich 44 Prozent dabei „nur manchmal“ oder „nie“ an die Richtlinien für den sicheren Umgang mit sensiblen Daten.

„Viel zu lange hat sich der Standardansatz für die Sicherheit des Mitarbeiterzugriffs auf grundlegende Kontrollen wie die Authentifizierung über Single Sign-on konzentriert. Dies ignoriert die sich verändernde Art der Identität: Nahezu jeder Mitarbeiter kann privilegierte Zugriffsrechte erhalten“, mahnt Michael Kleist, Area Vice President DACH bei Cyberark. „Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass risikoreiche Zugriffe fast immer möglich sind und es viele Verhaltensweisen gibt, die zu ernsthaften Sicherheitsproblemen für Unternehmen führen können. Deshalb besteht die dringende Notwendigkeit, die Identitätssicherheit neu zu definieren, indem jeder Benutzer mit dem richtigen Maß an Berechtigungskontrollen geschützt wird.“

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