Cyberkriminelle greifen umfassend Unternehmen und Behörden an Täglich mehrere kritische Cybervorfälle in Unternehmen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Kaspersky hat durch die Analyse der Telemetriedaten im letzten Jahr festgestellt, in welchem Ausmaß Unternehmen von Cyberkriminellen angegriffen wurden. Die Zahlen sind durchaus besorgniserregend.

Eine Analyse aktueller Telemetriedaten von Kaspersky zeigt, dass Unternehmen im Schnitt zwei Cybervorfälle pro Tag verzeichnen müssen.(Bild:  Sergey Nivens - stock.adobe.com)
Eine Analyse aktueller Telemetriedaten von Kaspersky zeigt, dass Unternehmen im Schnitt zwei Cybervorfälle pro Tag verzeichnen müssen.
(Bild: Sergey Nivens - stock.adobe.com)

In der heutigen Zeit sind Cybersicherheitsvorfälle in Unternehmen und staatlichen Einrichtungen ein tägliches Phänomen. Eine Analyse aktueller Kaspersky-Telemetriedaten zeigt, dass Unternehmen durchschnittlich mehr als zwei schwere Sicherheitsvorfälle pro Tag erleben, wobei staatliche Einrichtungen, IT- und Finanzunternehmen sowie die Industrie am stärksten betroffen sind. Besonders häufig waren staatliche Einrichtungen mit 23 Prozent der Fälle betroffen, gefolgt von IT- und Finanzunternehmen mit jeweils 15 Prozent sowie Industrieunternehmen mit 12 Prozent. Diese Verteilung unterstreicht die zentrale Rolle, die diese Sektoren in der Ziellinie von Cyberkriminellen spielen.

Menschliches Handeln löst Cyberangriffe aus

Ein erheblicher Anteil der Vorfälle, etwa ein Viertel, wurde durch menschliches Handeln ausgelöst. Diese Zahl beinhaltet sowohl unbeabsichtigte Fehler als auch gezielte interne Aktionen. Zudem waren 12 Prozent der schwerwiegenden Vorfälle auf Malware-Angriffe zurückzuführen, was einen leichten Rückgang im Vergleich zu vorherigen Jahren darstellt. Laut Kaspersky lässt sich dies auf die Verbreitung und Modifikation ehemals zielgerichteter Angriffstools zurückführen, die nun in automatisierten Kampagnen Anwendung finden.

Interessanterweise beobachteten die Experten von Kaspersky im letzten Jahr eine Verschiebung von schweren zu mittelschweren und leichten Vorfällen. Dies wird mit der verbesserten Erkennung von Malware in Verbindung gebracht, die ohne offensichtliche Spuren menschlicher Beteiligung operiert. Sergey Soldatov, Head of Security Operations Center bei Kaspersky, betont jedoch, dass die geringere Anzahl schwerwiegender Vorfälle nicht notwendigerweise weniger Schaden bedeutet. Zielgerichtete Angriffe werden oft sorgfältig geplant und können erheblich gefährlicher sein.

Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit für Unternehmen und staatliche Organisationen, fortschrittliche automatisierte Cybersicherheitslösungen zu implementieren. Nur durch proaktive Maßnahmen lässt sich die steigende Flut von Cyberbedrohungen effektiv bewältigen.

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