Router-Modell DWR-M961 D-Link patcht kritische Command Injection

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

D-Link hat 15 Sicherheitslücken in seinem Router-Modell DWR-M961 behoben. Eine kritische Command-Injection-Anfälligkeit ermöglicht es Angreifern, beliebige Befehle mit Root-Privilegien auszuführen.

Angreifer können über eine kritische Command-Injection-Schwachstelle in der Traceroute-Diagnose-Funktion beliebige Befehle mit Root-Privilegien auf dem DWR-M961-Router ausführen und so das Gerät vollständig kontrollieren.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Angreifer können über eine kritische Command-Injection-Schwachstelle in der Traceroute-Diagnose-Funktion beliebige Befehle mit Root-Privilegien auf dem DWR-M961-Router ausführen und so das Gerät vollständig kontrollieren.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Am 3. August 2026 hat D-Link ein Security Advisory für zahlreiche Sicherheitslücken im DWR-M961-Router veröffentlicht. Die Schwachstellen betreffen die Hardware-Revision C1 und wurden in Firmware-Version 1.1.2_C1_202602110044 und älteren Versionen entdeckt. Mit der Firmware-Version 1.1.5_C1_202607071108 hat der Hersteller insgesamt 15 Schwachstellen behoben. Sie wurden von drei Sicherheitsforschern aus China und Hongkong gemeldet.

Kritische Command Injection in Web-Schnittstelle

Die gefährlichste der 15 Schwachstellen ist EUVD-2026-54799 / CVE-2026-71947 (CVSS-Score 9.3, EPSS-Score* 2.09), eine Command-Injection-Schwachstelle in der Schnittstelle „/boafrm/formTracerouteDiagnosticRun“. Diese Schnittstelle ist die Web-Oberfläche für das Traceroute-Diagnose-Tool des Routers, ein Standard-Netzwerk-Diagnose-Programm, das den Weg zeigt, den Datenpakete zum Zielcomputer nehmen.

Ein entfernter Angreifer mit Zugriff auf die Web-Management-Oberfläche kann beliebige Befehle in die Parameter „host“ und „ipVer“ einschleusen. Die Schnittstelle validiert diese Eingaben nicht ausreichend. Ein Angreifer kann so beliebige Befehle einschleusen, die der Router mit Root-Privilegien ausführt. Dies ermöglicht vollständige Kontrolle über das Gerät.

14 weitere Schwachstellen in Web-Management-Komponenten

Neben der kritischen Traceroute-Sicherheitslücke identifizierten die Forscher 14 weitere Anfälligkeiten in verschiedenen CGI-Komponenten der Web-Management-Oberfläche. Diese betreffen Command-Injection-Anfälligkeiten in Diagnose-Funktionen (Ping, Debug), Management-Interfaces für USSD, SMS, IMEI, SIM-PIN, NTP, L2TPv3, WPS-Setup, Firmware-Upgrade-Handler sowie Buffer-Overflow-Lücken in app.cgi und quicksetup.cgi.

Betroffene Versionen und Patches

D-Link hat alle 15 Schwachstelle in der aktualisierten Firmware behoben. Von ihnen betroffen ist die D-Link DWR-M961 Hardware-Revision C1 mit Firmware-Version 1.1.2_C1_202602110044 und älteren Versionen. Mit der Firmware-Version 1.1.5_C1_202607071108 hat der Hersteller ein Update veröffentlicht, das alle 15 Sicherheitslücken schließt.

Benutzer des Router-Modells DWR-M961 mit der Hardware-Revision C1 sollten unverzüglich die Firmware auf Version 1.1.5_C1_202607071108 oder später aktualisieren. Vor der Installation empfiehlt D-Link Nutzern zu bestätigen, dass das Gerät dem Modell DWR-M961 mit Hardware-Revision C1 entspricht. Diese Angabe steht auf dem Produktetikett neben der Seriennummer. Nach der Firmware-Installation sollte überprüft werden, dass die Administrationsoberfläche Firmware-Version 1.1.5_C1_202607071108 oder später anzeigt.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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