Klassischer Schutz reicht nicht

Das IoT braucht neue Sicherheitskonzepte

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IoT-Geräte „verstecken“ die IT in sich

Neben den Herausforderungen durch die vielschichtigen Netzwerkverbindungen gibt es weitere Probleme bei der Anwendung klassischer IT-Sicherheit. So sind IoT-Geräte meist Embedded Systems und kommunizieren eher mit anderen Geräten als mit einem Benutzer. Abgesehen davon, dass es meist keine speziellen Sicherheits- und Datenschutz-Optionen gibt, wären die Anwender auch kaum in der Lage, die gewünschten Einstellungen vorzunehmen.

Ein wünschenswertes Patch-Management scheitert nicht nur daran, dass sich automatische Updates nicht als Option auswählen lassen. Die Aktualisierungen und Fehlerbehebungen gibt es teilweise einfach nicht, wenn es sie aber gibt, dann sind es aufgrund der Vielzahl an IoT-Geräten so viele Updates, dass die Umsetzung ohne vernünftige Priorisierung nicht funktioniert.

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Um aber die Updates nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu priorisieren, müssen die Sicherheitslücken analysiert und bewertet werden. Das überfordert viele Anwenderunternehmen. Eine Hilfe bietet das OWASP Internet of Things Top Ten Project.

Nachträgliche IoT-Sicherheit fällt schwer

Die nachträgliche Absicherung des Internet der Dinge ist so komplex und aufwändig, dass die Forderung nach Security by Design und Privacy by Design einen besonders hohen Stellenwert hat. Leider sind viele Hersteller von IoT-Geräten mit IT-Sicherheitsstandards und den Sicherheitsanforderungen an Design und Entwicklung wenig vertraut. Gerade im Consumer-Bereich werden viele der Geräte in kurzer Folge auf den Markt gebracht, ohne spezifische Sicherheitsfunktionen einzuplanen.

Notwendig bei der Entwicklung von IoT-Geräten wären Risikoanalysen, integrierte Sicherheitsfunktionen wie bei PCs und Smartphones, darunter die Verschlüsselung von Nutzerdaten, eine starke Zugangs- und Zugriffskontrolle und eine Funktion für das sichere Einspielen von Patches, die dann aber auch zeitnah und regelmäßig angeboten werden müssen.

Doch es gibt auch erste Hilfe für IoT-Anwender: Einige IT-Sicherheitslösungen stellen sich bereits der Herausforderung durch das Internet of Things, wie wir im letzten dieser IoT-Beiträge beleuchten werden.

Dieser Beitrag stammt ursprünglich aus unserem eBook „Internet of Things“. Die Links wurden dabei auf den neuesten Stand gebracht und/oder auf Übersichtsseiten ausgerichtet.

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