DLP-Tools schützen vor Datenverlust

Data Loss Prevention - Maßnahmen gegen Datendiebstahl

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Die Gefahr kommt von innen

Nach der Untersuchung von Infowatch sind allerdings 60 Prozent der IT-Sicherheitskrisen durch Insider verursacht. Die eher traditionellen Bedrohungen des Internets, wie etwa Hacker-Angriffe oder sonstige Attacken, werden weitaus geringer eingeschätzt. Das beruht nicht zuletzt darauf, dass viele dieser Angriffe mittlerweile durch eine Armada von Sicherheitstools zwar nicht verschwunden, aber zumindest größtenteils beherrschbar geworden sind. Auch dringen Angriffe dieser Art meist nicht nach außen und haben abgesehen vom Arbeitszeitverlust meist nur geringe Auswirkungen.

Maßnahmen gegen den Datenverlust

Um Maßnahmen gegen den Datenverlust einleiten zu können, muss man sich vorher aber über die Schwachstellen der Datenhaltung und die Wege des Datenverlusts im Klaren sein. Das sind zum einen die traditionellen Techniken, die man unter der Gruppe des elektronischen Einbruchs einsortieren kann. Durch Hacking, Brut-Force-Attacken, Keylogger, Screengrabber oder ähnlichen Techniken versucht dabei der Angreifer gezielt an die Daten im Unternehmen heranzukommen. Ein besonderer Fall eines Angriffs wurde auf der letzten RSA-Konferenz in London gezeigt. Eine manipulierte Computermaus fungiert dabei als Sender, der die Daten vom Rechner des Benutzers abzog und über Funk versandte.

Zur Abwehr dieser Angriffe stehen heute Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme, Intrusion-Prevention-Systeme, Virenscanner, Spyware-Scanner und Scanner zum Erkennen von Keyloggern zur Verfügung. Das Angriffsverhalten, aber auch die Abwehr ist seit Jahren bekannt. Sie sollen daher an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.

Für die Hersteller von Firewalls oder Intrusion-Detection-Systemen ist das Verfahren prinzipiell nicht neu. Während deren Tools früher den eingehenden Datenstrom auf die Muster von Viren oder Angriffscode untersuchten, analysieren sie nun auch den ausgehenden Datenstrom auf jene Inhalte, die das Unternehmen nicht verlassen sollen. Viele Firewall-Hersteller haben daher ihre Sicherungssysteme in Richtung DLP erweitert und bauen diese Lösungen stetig aus.

Neue Bedrohungen erfordern neue Abwehrkonzepte

Zu den oben erwähnten traditionellen Wegen des Datenverlustes oder besser -diebstahls kamen in den letzten Jahren neue Bedrohungen hinzu. Am Offensichtlichsten ist wohl das Beispiel des verlorenen oder gestohlenen USB-Sticks oder einer USB-Platte. Hierbei werden die Daten gewissermaßen manuell aus dem Unternehmen hinausgetragen.

Ähnlich verhält es sich mit dem verlorenen Notebook. Nicht minder bedeutend ist der elektronische Versand der Daten über die Netze der Unternehmen. E-Mail-Anhänge, Instant Messaging, FTP-Verbindungen wirken dabei als Kommunikationsplattform. Dabei muss es sich nicht immer um vorsätzlich begangenen Datendiebstahl handeln. Auch das sorglose Weiterleiten einer E-Mail mit sensiblen Dateianhängen an eine Empfängergruppe kann so die Daten schnell in die falschen Hände spielen. CDs, DVDs und Sicherungsbänder werden gerne auch mittels Post oder einem traditionellen Lieferservice versandt. All die erwähnten Wege beruhen letztendlich auf einen unachtsamen Umgang oder eben Diebstahl eines Datenträgers.

Seite 3: Sicherung der Netzwerkstrecken

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