Ungeschützte Datenbank geleakt Safelinking verliert 30 Millionen geschützte Links und Benutzerdaten

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Bei einem Datenleck bei Safelinking gingen 30 Millionen geschützte Links verloren. Eine ungeschützte Datenbank führte bei dem Linking-Dienst zu einem Ransomware-Angriff, der Kontodaten von über 156.000 Kunden betrifft.

Cyberkriminelle griffen mit automatisierten Bots die Datenbank des Linking-Anbieters Safelinking an.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Cyberkriminelle griffen mit automatisierten Bots die Datenbank des Linking-Anbieters Safelinking an.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Ein technischer Fehler beim Anbieter Safelinking führte dazu, dass 30 Millionen private Links veröffentlicht wurden. Damit hat der Linking-Anbieter aus Versehen auch die Kontodaten von über 156.000 Nutzern offengelegt. Linking-Dienste erlauben es Nutzern, mehrere Datenquellen oder Anwendungen miteinander zu verbinden, um Daten nahtlos auszutauschen oder zu integrieren. Für das Teilen der Daten werden meist Links verwendet, die mit Passwörtern gesichert oder deren Zugriffe mithilfe von Captchas kontrolliert werden. OneDrive und Sharepoint von Microsoft, Google Drive und Dropbox beispielsweise haben solche Funktionen bereits integriert. Es gibt aber auch dedizierte Linking-Anbieter wie Bitly, Linktree, Tinyurl oder eben Safelinking.

Wie Cybernews berichtet, wurde das Datenleck durch eine fehlerhaft konfigurierte MongoDB-Datenbank verursacht, die dazu dient, große Mengen an Daten zu speichern und zu verwalten. Da diese Datenbank wohl ohne Passwort betrieben wurde, enthielt sie vermutlich keine Authentifizierungs­maßnahmen oder ordnungsgemäßen Sicherheitsmechanismen. Somit könnte jeder, der die IP-Adresse und den Port der Datenbank kannte, sich damit verbunden haben und möglicherweise Daten eingesehen, geändert oder gelöscht haben.

Bots greifen Datenbanken an

Für automatisierte Bots sind solche falsch konfigurierten Datenbanken ein gefundenes Fressen. Bei Angriffen fordern die Kriminellen meist ein Lösegeld im Austausch für die gestohlenen Daten. Eine Lösegeldforderung ist Cybernews zufolge auch in der geleakten Datenbank von Safelinking gefunden worden. Der oder die Erpresser hätten 0,0057 Bitcoin gefordert, was zum Zeitpunkt der Entdeckung knapp 600 Dollar entsprach. In der Forderung habe zudem gestanden, dass die Daten nach 48 Stunden öffentlich zugänglich gemacht und gelöscht werden würden. Da ein bösartiger Bot die Datenbank zerstört habe, ist davon auszugehen, dass das Lösegeld nicht bezahlt wurde.

Zu den gestohlenen Informationen würden neben den geschützten Links unter anderem Nutzernamen, E-Mails, Benachrichtigungs- und Sicherheitseinstellungen und IDs von Social-Media-Konten gehören. Diese Informationen können die Akteure für Phishing-Angriffe und Identitätsdiebstahl nutzen. Safelinking selbst hat bisher keine Stellungnahme zu dem Datenleck veröffentlicht.

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