eco Smart Home Umfrage

Datenschutz als Schlüssel zur Akzeptanz von Smart Home

| Redakteur: Peter Schmitz

Über ein Viertel der Deutschen nutzt bereits digitale Sprachassistenten, aber sehr viele haben noch Bedenken, was den Datenschutz bei solchen Diensten betrift.
Über ein Viertel der Deutschen nutzt bereits digitale Sprachassistenten, aber sehr viele haben noch Bedenken, was den Datenschutz bei solchen Diensten betrift. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Über ein Viertel (27,3 Prozent) der Deutschen nutzt bereits digitale Helfer wie Google Assistant, Amazon Alexa, Siri oder Cortana. Der mögliche Missbrauch der persönlichen Daten hindert bislang aber noch 41,9 Prozent der Befragten, die neuen Technologien zu nutzen. Anbieter müssen hier mit der Umsetzung hoher Datenschutz- und Sicherheits-Standards schon bei der Produktentwicklung Vertrauen aufbauen.

Ob smarte Haushaltsgeräte oder Home Entertainment, auf der diesjährigen IFA nutzten so gut wie alle neu vorgestellten Innovationen das Internet, etwa für das Streaming von Serien und Filmen oder beim Gaming. „Die Entertainment-Welten von heute sind ohne das Netz nicht mehr denkbar“, sagt Alexander Rabe, Geschäftsführer des Verband der Internetwirtschaft eco. Neben Smart­phones und Fernsehern sind auch Kühlschränke und Wasch­maschinen im Internet der Dinge (IoT) verbunden. Künstliche Intelligenz (KI) übernimmt zunehmend die Funktion eines zentralen Ansprechpartners für das smarte Heim und steuert es intelligent.

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Über ein Viertel (27,3 Prozent) der Deutschen nutzt bereits digitale Helfer wie Google Assistant, Amazon Alexa, Siri oder Cortana. 5,7 Prozent der Deutschen haben ihre smarten Lautsprecher dabei sogar mehrmals täglich im Einsatz – so das Ergebnis einer repräsentativen eco Umfrage* „Das Entwicklungspotenzial, das künstliche Intelligenzen wie Sprachassistenten für Unternehmen und Gesellschaft bieten, ist riesig – es lässt sich jedoch nur entfalten, wenn Anbieter und Anwender gleichermaßen ihre Hausaufgaben machen“, sagt Rabe. Dazu zählen beispielsweise die Umsetzung hoher Datenschutz- und Sicherheits-Standards schon bei der Produktentwicklung, als auch das regelmäßige Einspielen von Sicherheits-Updates der vernetzten Produkte in den eigenen vier Wänden.

Datenschutz als wichtigste Grundvoraussetzung für alle Services rund um Sprachassistenten

Der mögliche Missbrauch der persönlichen Daten hindert bislang 41,9 Prozent der Befragten, an den neuen Entertainment-Welten teilzunehmen. Bedenken haben viele Menschen auch bezüglich eines möglichen Missbrauchs der Sprachassistenten durch Dritte (12,5 Prozent) sowie eine mögliche Überwachung und staatliche Strafverfolgung (11,1 Prozent). „Wenn es den Anbietern gelingt, mit nachweislich hohen Sicherheitsstandards die Bedenken der Menschen auszuräumen, dann werden auf der Basis digitaler Sprachassistenten auch zahlreiche neue Services für Unternehmen entstehen“, sagt Rabe.

Die Anbieter und Betreiber von Systemen der künstlichen Intelligenz seien hier gefragt, die Arbeitsweise ihrer Dienste und Produkte nachvollziehbar zu kommunizieren. Anwendern und Betroffenen muss verständlich gemacht werden, wie eine künstliche Intelligenz arbeitet, warum die Systeme eine Empfehlung oder Entscheidung in einer bestimmten Situation und Form treffen und welche Daten verarbeitet und gegebenenfalls generiert werden. Nur so sei sichergestellt, dass künstlich intelligente Services breite gesamtgesellschaftliche Akzeptanz finden können. Eine Forderung, die der eco Verband der Internetwirtschaft auch bereits in den Leitlinien zum Umgang mit künstlicher Intelligenz aufgestellt hat.

Sprachassistenten können mehr

Bislang setzen die Menschen digitale Sprachassistenten jedoch noch hauptsächlich dafür ein, um Informationen im Netz zu finden (32,4 Prozent). Auch um Musik zu hören, im Auto zu navigieren oder sich an Termine erinnern zu lassen, sind virtuelle Assistenten gefragt. Tatsächlich können die Geräte heute aber schon viel mehr wie etwa Anwendungen in der Pflege zeigen: Dort helfen sie älteren Menschen dabei, länger in den eigenen vier Wänden zu leben – ein Ziel der Initiative Smart Service Power. Auch im Auto sorgen Sprachassistenten für mehr Komfort, in dem sich Funktionen per Stimme steuern lassen.

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„KI muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen und unterstützen, dann sind auf ihrer Basis auch zahlreiche neue Services möglich, koordiniert und gesteuert von digitalen Sprachassistenten“, sagt Rabe. Vertrauen entstehe, wenn der Mensch und dessen Sicherheit schon beim Design neuer Lösungen in den Vordergrund gestellt werde.

Über die Umfrage: Das Meinungsforschungs­unternehmen Civey hat im Auftrag von eco Service GmbH 5000 Personen zwischen dem 28.06. und dem 03.07.2019 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,6 Prozent.

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