SAS-Studie zu generativer KI Datenschutz und -sicherheit sorgen bei GenAI für Sorgenfalten

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Der Daten- und KI-Spezialist SAS hat eine Studie rund um das Thema generative KI (GenAI) durchgeführt. Zu den Ergebnissen zählt, dass zwei Drittel der Deutschen Bedenken in Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit haben.

Datenschutz und Datensicherheit sind Themen, die bei der Umsetzung von GenAI-Strategien häufig für Bedenken sorgen.(Bild:  SAS)
Datenschutz und Datensicherheit sind Themen, die bei der Umsetzung von GenAI-Strategien häufig für Bedenken sorgen.
(Bild: SAS)

Der Business-Einsatz generativer KI scheint weiterhin ein zweischneidiges Schwert zu bleiben: Während mehr als die Hälfte (57 Prozent) der deutschen Unternehmen die Technologie bereits einsetzt, fehlt es häufig noch an einer umfassenden Strategie. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Generative AI Challenges and Potential Unveiled: How to Achieve a Competitive Advantage“ von Coleman Parkes im Auftrag von SAS, die unter IT-Entscheidern durchgeführt wurde. Sie wird im Juli veröffentlicht.

Nur vier Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihre Organisation über eine lückenlose Infrastruktur für den regelkonformen GenAI-Betrieb verfügt („Governance Framework“). Lediglich zehn Prozent sehen sich gut auf die regulatorischen Vorschriften von Staat und EU vorbereitet. Noch bitterer sieht bei den Risiken aus, die der Einsatz von LLMs („Large Language Models“) und Co. mit sich bringt: Nur zwei Prozent der Befragten haben Systeme implementiert, um eine Voreingenommenheit („Bias“) der Modelldaten zu messen. Ein ebenso geringer Anteil gab an, potenzielle Datenschutzbedrohungen erkennen zu können.

Ausgereifte Strategien sind Mangelware

Zu den wesentlichen Bedenken zählen fehlendes Know-how der Mitarbeiter (66 Prozent), Datenschutz (63 Prozent) und Datensicherheit (62 Prozent) sowie Zweifel an Erklärbarkeit, Zuverlässigkeit und ethischen Auswirkungen der Ergebnisse (jeweils 60 Prozent). Das Thema Bias sorgt bei vier von zehn Befragten für Kopfzerbrechen.

Laut der Studie haben zwei Drittel der Unternehmen bereits Richtlinien zum Einsatz von GenAI an ihre Mitarbeiter ausgegeben. Bei Trainings rund um Governance und Monitoring sieht es aber deutlich schlechter aus: 64 Prozent stellen derartige Schulung erst in minimalem Umfang bereit, nur sechs Prozent sehen sich hier gut aufgestellt.

„Generative AI ist inzwischen auch in der Wirtschaft angekommen. Allerdings schaffen Large Language Models allein noch keinen geschäftlichen Mehrwert, stattdessen sehr wohl neue Risiken“, erklärt Iwona Szylar, Managing Director von SAS Deutschland. Die Technologie sei bestens dafür geeignet, um Hyperautomatisierung zu unterstützen sowie vorhandene Prozesse und Systeme zu beschleunigen. „Voraussetzung ist aber eine ausgereifte Strategie rund um Investition und Einsatz der Technologie, um die Integration, Governance und Erklärbarkeit von Generative-AI-Modellen und -Ergebnissen sicherzustellen“, so Szylar.

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