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Cyber-Kriminalität im Finanzsektor Datensicherheit für Banken – Risiken erkennen und minimieren

| Autor / Redakteur: Jelle Niemantsverdriet, Verizon / Stephan Augsten

Cyber-Kriminelle lassen nichts unversucht, um an sensible Daten und an Geld zu kommen. Finanzinstitute waren deshalb immer ein beliebtes Ziel, doch nun scheint die Zahl der Angriffe rückläufig. Aber ist das wirklich so? In diesem Beitrag erörtert Jelle Niemantsverdriet von Verizon Business Security Solutions die Bedrohungslage anhand des „2011 Data Breach Investigations Report“ von Verizon.

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Nur eins im Blick: Finanzielle Bereicherung ist das Hauptmotiv für Cyber-Attacken.
Nur eins im Blick: Finanzielle Bereicherung ist das Hauptmotiv für Cyber-Attacken.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Der größte Trick des Teufels, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn nicht.“ Wenn man einmal von den metaphysischen und philosophischen Aspekten dieses Zitats aus dem Film „Die üblichen Verdächtigen“ absieht, ist dies ein Statement, von dem sich besonders diejenigen leiten lassen sollten, die mit dem Schutz von Finanzinstituten vor elektronischen Attacken befasst sind.

Wer glaubt, dass die Bedrohung durch Cyberangriffe abnimmt, liegt gründlich falsch. Die Angreifer werden einfach nur schlauer. Zwar scheinen die Bedrohungen für Finanzinstitute nach Zahlen rückläufig zu sein, aber dadurch verschwinden sie nicht von der Bildfläche.

Untersuchungen wie der „2011 Data Breach Investigations Report“ (DBIR) von Verizon zeigen, dass sich neue Gefahrenquellen auftun. Und die Angreifer sind darauf vorbereitet, diese Quellen zu nutzen, sobald sich ihnen die Chance bietet. In der globalen Wirtschaft von heute ist der Warenaustausch für Firmen und Verbraucher deutlich einfacher geworden; Finanzsysteme sind weltweit offen zugänglich. Eine solche Verfügbarkeit eröffnet auch den Cyberkriminellen Möglichkeiten.

Die Angreifer werden zunehmend versierter beim Stehlen von gespeicherten, übertragenen und verschlüsselten Daten. Für Unternehmen und Behörden gleich welcher Art besteht die Herausforderung darin, wachsam zu bleiben und immer einen Schritt voraus zu sein.

Finanzinstitute sind doppelt gefordert

Wenn von Herausforderungen die Rede ist, muss kaum daran erinnert werden, unter welchem Druck die Finanzmärkte nach wie vor stehen. Der Beinahe-Zusammenbruch des Bankensektors rund um den Globus hat Wunden hinterlassen, die immer noch nicht verheilt sind.

Wenn die nackte Existenz von Finanzinstituten auf dem Spiel steht, scheint die Frage nach dem Umgang mit Sicherheitsvorfällen das kleinere Problem zu sein. Dennoch: Ein erfolgreicher Angriff könnte irreparable Schäden hinterlassen, in Form von so greifbaren Dingen wie gestohlene oder zweckentfremdete Ressourcen. Weniger greifbar und trotzdem von enormer Bedeutung sind Aspekte wie Markenimage und Reputation.

Der Markenwert der Finanzbranche hat ganz allgemein als Folge der wirtschaftlichen Turbulenzen 2008 und danach Schaden genommen. Manchen Unternehmen ist es besser ergangen als anderen, doch mussten viele, besonders in Teilsektoren der Finanzbranche, einen Prestigeverlust ihrer Marke hinnehmen. Dieser Druck kann durch eine gelungene Cyberattacke zusätzlich verschlimmert werden.

Inhalt

  • Seite 1: Finanzinstitute doppelt gefordert
  • Seite 2: Die aktuelle Bedrohungslage
  • Seite 3: Bedrohungen für Cloud- und Mobile-Plattformen
  • Seite 4: Risiken entdecken, eindämmen und minimieren

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