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Risiken entdecken, eindämmen und minimieren
Trotz realer, allgegenwärtiger Bedrohungen lautet die gute Nachricht: Es gibt eine ganze Reihe von zuverlässigen und praktikablen Lösungen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität. Die verbreitetste Erkennungsmethode, die von Dritten angeboten wird, ist die Common Point of Purchase-Analyse oder CPP.
Auf einer sehr grundsätzlichen Ebene erkennt CPP ausgehend von den Verwendungshistorien gestohlener Zahlungskarten mögliche Opfer einer Datenverletzung und lässt sich so zur Begrenzung finanzieller Verluste aufgrund betrügerischer Transaktionen einsetzen. Dazu kann auch die Benachrichtigung von Kunden/Geschäftspartnern zählen sowie in einigen wenigen Fällen Prahlerei seitens der Threat Agents.
Beim Schutz von Karteninhaber-Informationen ist wahrscheinlich Compliance mit dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) immer noch die sicherste Methode. Es sagt viel aus, wenn aus dem diesjährigen DBIR wie schon in der Vergangenheit hervorgeht, dass die meisten Organisationen (89 Prozent), bei denen es zu einer Datenverletzung kam, zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht PCI-compliant waren.
Ebenfalls vielsagend ist im Vergleich mit den Reports vergangener Jahre, dass das aktuelle Verhältnis zwischen Compliance und Non-Compliance eher zugunsten Letzterem ausfällt. Der 2011 DBIR lässt den Schluss zu, dass die Veränderung auf die wachsende Zahl von Level 3 und 4 Merchants im Datensatz zurückzuführen ist, z. B. kleinere Einzelhändler, Hotels und Restaurants. Bei früheren Fällen war ein größerer Prozentsatz von Level 1 oder 2 Merchants und/oder Serviceprovidern wie etwa größere Finanzinstitute vertreten.
Natürlich ist die Einhaltung der PCI DSS keine Garantie für Sicherheit, aber wenigstens erkennt man damit die Anstrengungen an, die unternommen werden müssen, damit Zahlungen sicher verarbeitet werden können. Wenn man im Rahmen einer übergreifenden Sicherheitsstrategie einen Schwerpunkt auf Compliance-Programme legt, ist man als Unternehmen optimal platziert, um sich erfolgreich zur Wehr zu setzen.
Auf der Hut bleiben
Der Kampf gegen die Cyberkriminalität hält an. Die Angreifer haben ihre Beute fest im Blick: das sind die umfangreichen Daten, die man in Finanzinstituten findet. Zur Senkung des Risikos muss Ihr Unternehmen die Grundsätze eines Programms für Informations-Risikomanagement umsetzen und diese erste Investition langfristig beibehalten.
Gemeint sind Ihr Netzwerk und Ihre grundlegenden Technologien zur Verteidigung Ihrer Daten – also Firewalls, Antivirus-Technologie, Identitäts- und Zugangs-Management – wie auch die nichttechnischen Aspekte der Sicherheits- und Risikomanagement-Politik und der Prozessentwicklung. Was immer Sie über die Existenz des Teufels denken mögen, die Cyberkriminalität existiert ganz gewiss. Glauben Sie nicht, dass sie verschwinden wird. Auch nicht für einen kurzen Moment.
Inhalt
- Seite 1: Finanzinstitute doppelt gefordert
- Seite 2: Die aktuelle Bedrohungslage
- Seite 3: Bedrohungen für Cloud- und Mobile-Plattformen
- Seite 4: Risiken entdecken, eindämmen und minimieren
Jelle Niemantsverdriet arbeitet als Principal Consultant Forensics and Investigative Response EMEA bei Verizon Business Security Solutions.
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