Rhein-Kreis Neuss

Deeskalation durch Alarmierungssoftware

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Eine weitere Herausforderung war die Vielzahl der Softwareprodukte: über 200! Einige davon nutzen Tastenkombinationen für schnelleres Arbeiten. Diese gilt es in der Alarmierungssoftware auszuschließen, damit keine Fehlalarme ausgelöst werden.

Beim Start des PCs wird der Anwender automatisch seiner Gruppe zugeordnet. Wer sich mit seinem Notebook an wechselnden Arbeitsplätzen aufhält, dem weist das System über seine momentane IP-Adresse die jeweilige Gruppe vor Ort zu.

In der Software sind drei Eskalationsstufen eingerichtet:

  • 1. Beim Auslösen eines Alarms werden zunächst alle Mitglieder einer Gruppe (außerhalb des betreffenden Raums) durch ein Pop-up-Fenster auf ihrem Bildschirm und ein akustisches Signal darüber informiert. Automatisch öffnet sich der zuvor eingescannte Raumplan. So weiß der Kollege sofort, wohin er sich begeben muss. Der Alarm bleibt so lange bestehen, bis ein Mitglied der Alarmierungsgruppe den Alarm quittiert hat.
  • 2. Geschieht dies nicht innerhalb des festgelegten Zeitraums, folgt die nächste Eskalationsstufe mit einem wesentlich lauteren Ton.
  • 3. Reagiert auch dann niemand, erklingt ein Sirenenton, der im ganzen Gebäudeabschnitt zu hören ist. Teilweise wird die Alarmierungsgruppe auch schon in der zweiten Stufe um angrenzende Fachbereiche erweitert.

„Eine lebensbedrohliche Situation durch eine aggressive Person ist sicherlich der seltenste Grund einer Alarmierung. Dennoch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, mit der gebotenen Vorsicht zu agieren, um sich auf keinen Fall selbst in Gefahr zu bringen. In vielen Situationen wird aber alleine schon das Erscheinen von Kolleginnen und Kollegen zur Deeskalation der Lage führen. Und von Gewaltfällen einmal abgesehen: Auch plötzlich auftretende gesundheitliche Notsituationen gibt es, in der man auf schnelle Reaktion der Kolleginnen und Kollegen angewiesen ist“, so Schulte.

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