Rhein-Kreis Neuss

Deeskalation durch Alarmierungssoftware

| Autor / Redakteur: Frank Zscheile / Susanne Ehneß

Das Kreishaus Neuss
Das Kreishaus Neuss (Bild: Rhein-Kreis Neuss)

Gewalt durch Fremde hat in den letzten Jahren an den Arbeitsplätzen im Öffentlichen Dienst zugenommen. Auch im Rhein-Kreis Neuss konnte man diese Entwicklung feststellen. Grund genug für die Kreisverwaltung, sich intensiver mit dem Thema Gewaltprävention zu beschäftigen.

Erste Maßnahmen zum Schutz seiner Mitarbeiter wie Deeskalationstrainings hatte der Rhein-Kreis Neuss bereits umgesetzt, als der Tod einer Sachbearbeiterin im Jobcenter durch einen gewalttätigen Besucher im Jahr 2012 den Verantwortlichen nochmals verdeutlichte: In Sachen Gewaltprävention muss noch mehr geschehen.

Zu den dringlichsten Schritten gehörten Umbauten wie neue Verbindungstüren zwischen Büroräumen oder das Schaffen von Fluchträumen durch Neuanordnung der Büromöbel.

Herzstück dieser Bemühungen war die Einführung einer Alarmierungssoftware für jeden der rund 1.000 Arbeitsplätze. Durch Eingabe einer Tastenkombination kann der Mitarbeiter damit unauffällig einen Alarm auslösen und Kollegen herbeiholen. Die Wahl fiel auf die Lösung „NetAlarmPro“ der Net Call Up Software GmbH, die bei über 200 Kommunal- und Landesbehörden mit mehr als 30.000 Anwenderlizenzen im Einsatz ist.

„Das softwarebasierte Alarmsystem kann überall dort eingesetzt werden, wo Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in getrennten Räumen oder Büros arbeiten und im Falle einer kritischen Situation diskret einen Notruf auslösen müssen“, erklärt Hartmut Schulte vom Amt für Gebäudewirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie des Rhein-Kreises Neuss.

Das System ist flächendeckend an allen Büroarbeitsplätzen installiert, die sich auf acht Städte und Gemeinden verteilen.

Bei der erstmaligen Einrichtung der Software wurden zunächst 28 so genannte Alarmierungsgruppen eingerichtet, also Gruppen von Mitarbeitern, die im Alarm gegenseitig informiert werden. Diese Einteilung fand anhand der Raumpläne statt. Die Einrichtung der Gruppen ist nicht in Stein gemeißelt, Benutzer und Raumpläne können selbst gepflegt und verändert werden.

Allmählich hat man sich im Verlauf des Projektes an die ideale Lösung herangetastet. Denn der Teufel steckt oft im Detail. So sind im Rhein-Kreis Neuss über 30 verschiedene Tastaturmodelle im Einsatz, so muss man genau planen, welche Tastenkombination auf allen Tastaturen funktioniert.

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