Haushaltsentwurf 2026 Deutlich mehr Geld für Cybersicherheit

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Der Bundeshaushalt 2026 sieht weniger Mittel für den Breitbandausbau vor, aber Rekordinvestitionen in Cybersicherheit: Das BSI erhält 379 Millionen Euro, dazu kommen Programme für Schlüsseltechnologien und den Schutz des Gesundheitssektors.

Für den Haushalt 2026 stehen große Summen für die Cybersicherheit und Datenschutz an: zum Beispiel ein BSI-Etat mit 379 Millionen Euro, 89 Millionen Euro für die ZITiS und 189 Millionen Euro für ein Sofortprogramm für den Gesundheitssektor.(Bild:  tippapatt - stock.adobe.com)
Für den Haushalt 2026 stehen große Summen für die Cybersicherheit und Datenschutz an: zum Beispiel ein BSI-Etat mit 379 Millionen Euro, 89 Millionen Euro für die ZITiS und 189 Millionen Euro für ein Sofortprogramm für den Gesundheitssektor.
(Bild: tippapatt - stock.adobe.com)

Die Bundesregierung hat den Entwurf für den Bundeshaushalt 2026 vorgelegt. Bezüglich der Digitalisierung und der Cybersicherheit sind einige interessante Zahlen dabei, die sich der Behörden Spiegel im Detail angesehen hat.

Weniger Breitband, mehr Cybersicherheit

Laut dem Haushaltsentwurf für 2026 und dem Wirtschaftsplan für das Sondervermögen der neuen Bundesregierung, wird es nächstes Jahr weniger Geld für den Breitbandausbau geben. In diesem Jahren sind es 2,9 Milliarden Euro, für 2026 sind 2,3 Millionen Euro eingeplant. Insge­samt steht dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) ein Budget von vier Milliarden Euro für die Digitalisierung zur Verfügung. Dieses Geld stammt aus dem 500 Milliarden Euro großen Sondervermögen, welches in den kommenden zwölf Jahren für teils für Infrastruktur, Klimaschutz und Digitalisierung zur Verfügung stehen. In den Folgejahren bis 2029 sollen die Ausgaben für die Digitalisierung auf 8,5 bis 8,6 Milliarden Euro pro Jahr ansteigen.

Außerdem soll der Haushalt des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) deutlich ansteigen. Und damit wird auch in die Cybersicherheit wird mehr investiert.

  • Der Haushalt des Bundesinnenministeriums wird 2026 um eine Milliarde Euro steigen. Davon profitiert vor allem das BSI, das eine Rekordsumme von 379 Millionen Euro für 2026 bekommt. 2025 waren es 231 Millionen Euro und 2024 waren es 238 Millionen Euro.
  • Auch die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZSTiS) bekommt mehr Geld. 2024 waren noch 75 Millionen Euro im Topf, 2025 81 Millionen Euro und 2026 werden es 89 Millionen Euro sein.
  • Und dann gibt es noch ein Budget für Disruptive Innovationen in der Cybersicherheit und Schlüsseltechnologien. Dieses lag 2025 bei 19 Millionen Euro und ist 2026 mit 40 Millionen Euro eingeplant.
  • Und auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, bekommt mehr Geld: Von 47 Millionen Euro geht’s hoch auf 52 Millionen Euro.
  • Zu guter Letzt gibt es dann noch 189 Millionen Euro für ein Sofortprogramm zur Cyber­sicherheit, das das Ziel hat, das IT-Sicherheitsniveau im Gesundheitssektor zu erhöhen. Grund ist, dass diese Branche zu einer der am häufigsten attackierten gehört.

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