Security-Trends 2024 Die bedrohlichsten Ransomware-Gruppen 2024

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Neues Jahr, neue Ransomware? Diese Bedrohungsart zählt zu den am meisten verbreiteten und gefürchteten in deutschen Unternehmen. Trend Micro stellt vier Gruppierungen vor, die im neuen Jahr besonders gefährlich sein könnten.

Die Zahlen bezüglich Ransomware-Attacken auf deutsche Unternehmen jeder Branche und Größe stiegen 2023 rasant in die Höhe. Trend Micro nennt die vier gefährlichsten Ransomware-Familien 2024.(Bild:  PhotoArtBC - stock.adobe.com)
Die Zahlen bezüglich Ransomware-Attacken auf deutsche Unternehmen jeder Branche und Größe stiegen 2023 rasant in die Höhe. Trend Micro nennt die vier gefährlichsten Ransomware-Familien 2024.
(Bild: PhotoArtBC - stock.adobe.com)

„Warm anziehen“ heißt es 2024, wenn es um Ransomware-Attacken geht. Insbesondere das Aufkommen von RaaS (Ransomware-as-a-Service) beflügelt Bedrohungsakteure weltweit. Denn auch Cyberkriminelle ohne tiefes technisches Verständnis können mittlerweile moderne Technologie nutzen. Trend Micro stellt anhand eigener Analysen vier Ransomware-Familien vor, die Unternehmen und Sicherheitsspezialisten verstärkt auf dem Radar haben sollten.

Gefährliche Ransomware-Familien zum Jahreswechsel

Untersuchungen durch Trend Micro zeigen, dass es viele RaaS-Gruppen nicht mehr nur auf „große Ziele“ abgesehen haben. Stattdessen konzentrieren sie sich auf kleinere Unternehmen, die vermeintlich weniger gut geschützt sind. Die bekannten Ransomware-Familien LockBit, BlackCat und Clop sind vermutlich auch 2024 weiterhin sehr umtriebig. Zudem ist der Newcomer „Akira“ auf dem Vormarsch. Dieser schaffte es kürzlich, mit einem Ransomware-Angriff viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen lahmzulegen.

In der ersten Jahreshälfte 2023 entfiel über ein Viertel der von Trend Micro erfassten RaaS-Angriffe auf LockBit, während BlackCat und Clop jeweils für rund zehn Prozent aller Attacken verantwortlich waren. Damit Unternehmen in Zukunft vermeiden können, Opfer von Cyberkriminellen zu werden, braucht es laut Trend Micro ein besseres Verständnis des Modus Operandi der Bedrohungsakteure.

Die gefährlichsten vier Ransomware-Namen sind laut Trend Micro:

  • LockBit
  • BlackCat
  • Clop
  • Akira

LockBit

LockBit ist seit 2019 aktiv und nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) „aktuell die größte Ransomware-Bedrohung in Deutschland wie auch weltweit“. Trend Micro meldete 1.844 LockBit-Erkennungen in der ersten Hälfte des Jahres 2023, was sie zur am häufigsten erfassten Ransomware macht. Die aktuellste Version, die seit Januar 2023 im Umlauf ist, wird als „LockBit Green“ bezeichnet.

BlackCat

BlackCat (auch ALPHV) wurde zunächst als professionelle Ransomware-Familie bekannt, die in der Programmiersprache Rust entwickelt wurde. Die Sprache gilt als besonders sicher und beherrscht parallele Verarbeitung.

Berüchtigt ist BlackCat für ihre dreifache Erpressungstechnik. Ransomware-Akteure, die die dreifache Erpressungstechnik anwenden, drohen nicht nur mit der Offenlegung exfiltrierter Daten, sondern kombinieren Datendiebstahl zudem mit Distributed-Denial-of-Service-Angriffen (DDos) auf die Infrastruktur ihrer Opfer.

Clop

Clop, manchmal auch als Cl0p bezeichnet, wurde bekannt, weil die Gruppe mit mehrstufigen Erpressungstechniken hochrangige Organisationen in verschiedenen Branchen kompromittierte. In jüngerer Zeit konzentriert sie sich verstärkt auf den Diebstahl von Daten und damit verbundene Erpressungsmodelle.

Akira

Mit dem Angriff auf den Dienstleister Südwestfalen-IT, der seit Ende Oktober 2023 über 70 Kommunen in NRW lahmlegt, trat Akira ins Rampenlicht der Cybersecurity-Branche. Die Cyberattacke brachte die Verwaltung von betroffenen Behörden zum Stillstand, manche Bürgerbüros mussten komplett geschlossen werden. Die Arbeiten zum Wiederaufbau laufen zwar, gehen aber nur langsam voran.

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