Drohnen-Warnsystem

DroneTracker schützt vor Bedrohungen aus der Luft

| Redakteur: Thomas Kuther

Drohnenwarnsystem: Der DroneTracker erkennt unbemannte Flugobjekte und soll vor Spionage, Schmuggel, Terrorakten und Verletzungen der Privatsphäre schützen
Drohnenwarnsystem: Der DroneTracker erkennt unbemannte Flugobjekte und soll vor Spionage, Schmuggel, Terrorakten und Verletzungen der Privatsphäre schützen (Bild: Dedrone)

Am 26. Januar wurde eine Drohne auf dem hoch gesicherten Gelände des Weißen Hauses entdeckt, zwei Tage zuvor berichteten die Medien über mit Drogen beladene Drohnen vor einem Hamburger Untersuchungsgefängnis und am 20. Januar hat eine Drohne über dem Élysée-Palast die französischen Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Firma Dedrone hat nun System vorgestellt, das vor realen Bedrohungen durch Drohnen schützen kann.

Das deutsche Unternehmen Dedrone GmbH hat das nach eigenen Angaben weltweit erste professionelle Drohnen Detektions- und Warnsystem vorgestellt. Der DroneTracker erkennt unbemannte Flugobjekte und soll vor Spionage, Schmuggel, Terrorakten und Verletzungen der Privatsphäre schützen.

Schutz vor Drohnen ist immens wichtig

Dr. Ingo Seebach: „Dass kürzlich erst eine Drohne an allen Sicherheitsvorkehrungen vorbei auf das Gelände des Weißen Hauses vordringen konnte, zeigt die immense Wichtigkeit eines funktionierenden Schutzsystems.“
Dr. Ingo Seebach: „Dass kürzlich erst eine Drohne an allen Sicherheitsvorkehrungen vorbei auf das Gelände des Weißen Hauses vordringen konnte, zeigt die immense Wichtigkeit eines funktionierenden Schutzsystems.“ (Bild: Dedrone)

„Dass kürzlich eine Drohne an allen Sicherheitsvorkehrungen vorbei auf das Gelände des Weißen Hauses vordringen konnte, zeigt die immense Wichtigkeit eines funktionierenden Schutzsystems“, so Dr. Ingo Seebach, Gründer und Geschäftsführer von Dedrone. Der von seinem Unternehmen entwickelte DroneTracker detektiert sich nähernde Flugobjekte mittels verschiedener akustischer und visueller Sensoren. Das Gerät mit einem Durchmesser von ca. 60 cm und einer Höhe von 15 cm wird entweder an Gebäudewänden, Fenstern oder speziellen Befestigungsvorrichtungen angebracht. Entdeckt der DroneTracker eine Drohne im überwachten Luftraum, löst er einen Alarm aus, sodass das Sicherheitspersonal weitere Maßnahmen ergreifen kann. Eine Kamera speichert Bilder und Videos und liefert damit wichtige Informationen und Beweise. Offizieller Verkaufsstart für den DroneTracker ist Mitte April 2015.

Missbrauchspotenzial für Drohnen ist groß

Drohnen können für viele sinnvolle Aufgaben genutzt werden, beispielsweise um Brücken oder Stromleitungen zu inspizieren. Sie können aber auch sensible Industriebereiche ausspionieren, Drogen oder Waffen in Gefängnisse schmuggeln und schlimmstenfalls sogar Sprengkörper abwerfen. Dabei werden die kleinen Fluggeräte immer leistungsfähiger und günstiger: Eine Drohne, die bis zu 5 Kilogramm tragen und mehrere Kilometer weit fliegen kann, ist schon für unter 1600 € zu haben.

Per GPS-Steuerung und Autopilot können sie völlig automatisch mehrere Kilometer weit vom Piloten entfernt fliegen. „Mit der wachsenden Leistungsfähigkeit der Drohnen steigen auch die Möglichkeiten, sie für kriminelle Zwecke zu missbrauchen“, erklärt Seebach. „Die Liste unserer Interessenten ist daher lang und reicht von öffentlichen Einrichtungen und Sicherheitsbehörden über Industrieunternehmen bis hin zu Prominenten.“

Drohnen können eine ernste Bedrohung sein

Mit dem Drohnen-Warnsystem dürfte Dedrone tatsächlich einen Nerv treffen: Weltweit werden immer mehr Hobby-Fluggeräte an Privatleute verkauft, aktuell sind es etwa 300.000 Stück im Monat. Und die Meldungen über Zwischenfälle mit Drohnen häufen sich. Erst zwei Tage vor dem Zwischenfall in Washington war eine mit Drogen beladene Drohne beim Anflug an ein Zellenfenster im Hamburger Untersuchungsgefängnis abgestürzt. Und am 20. Januar meldeten verschiedene Medien, dass eine Drohne über dem Élysée Palast in Paris die französischen Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt hatte.

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