KI und Datenmanagement in der Cybersicherheit Sicherheitsrelevante Daten aufspüren, anreichern und auswerten

Ein Gastbeitrag von Frank Lange 3 min Lesedauer

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Mit steigenden Datenmengen und immer raffinierteren Cyberangriffen stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Security-Operations effizienter zu gestalten. Die Kombination aus KI-gestützter Bedrohungs­erkennung und intelligenter Datenverarbeitung ermöglicht eine schnellere und präzisere Reaktion auf Bedrohungen. Doch wie lässt sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen?

Intelligente Datenanreicherung, automatisierte Bedrohungserkennung und optimierte Datenpipelines können die Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit von Security-Teams deutlich steigern – bis hin zur Echtzeit-Abwehr.(Bild: ©  Alexander Limbach - stock.adobe.com)
Intelligente Datenanreicherung, automatisierte Bedrohungserkennung und optimierte Datenpipelines können die Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit von Security-Teams deutlich steigern – bis hin zur Echtzeit-Abwehr.
(Bild: © Alexander Limbach - stock.adobe.com)

IT-Sicherheitsteams müssen täglich riesige Datenmengen verarbeiten, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren. Klassische Security-Ansätze stoßen dabei an ihre Grenzen, da sie oft mit starren Regelwerken arbeiten und große Mengen irrelevanter Daten durchsuchen müssen. Dies führt zu Verzögerungen in der Bedrohungserkennung und erschwert eine schnelle Reaktion.

Hinzu kommt, dass Cyberkriminelle zunehmend auf Automatisierung und KI setzen, um Schwachstellen effizienter auszunutzen und Abwehrmaßnahmen gezielt zu umgehen. Die Herausforderung besteht darin, Sicherheitsteams mit intelligenten Lösungen auszustatten, die eine präzisere Bedrohungserkennung ermöglichen und gleichzeitig die Effizienz der Security-Operations steigern.

Gezielte Datenanreicherung: Fokus auf das Wesentliche

Nicht alle sicherheitsrelevanten Daten sind gleichermaßen wichtig. Eine zentrale Anforderung an moderne Sicherheitslösungen ist daher die intelligente Filterung und Anreicherung von Rohdaten, um nur die wirklich relevanten Informationen zu analysieren. KI-gestützte Systeme können hierbei helfen, indem sie Bedrohungsindikatoren kontextualisieren und automatisch priorisieren.

Durch gezieltes Routing und Vorverarbeitung von Daten lassen sich Fehlalarme reduzieren und echte Bedrohungen schneller identifizieren. Partnerschaften, wie die zwischen Anomali und Cribl, tragen dazu bei, genau diese Datenanreicherung effizient umzusetzen, indem irrelevante oder redundante Informationen frühzeitig aussortiert werden.

Optimierter Security-Datenfluss: Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Effizienz

Eine weitere Hürde in der IT-Sicherheit ist der hohe Ressourcenaufwand für die Speicherung und Analyse von Sicherheitsdaten. Ein dynamischer und effizienter Security-Datenfluss ist entscheidend, um Kosten zu senken und die Performance der Security-Operations zu verbessern.

Dazu gehört:

  • Daten gezielt an die richtigen Analyse-Tools zu leiten, um Verzögerungen zu vermeiden.
  • Unnötige Datenmengen zu minimieren, um Speicher- und Rechenkapazitäten effizient zu nutzen.
  • Die Integration verschiedener Sicherheitslösungen zu erleichtern, sodass Informationen nahtlos zusammengeführt und verwertet werden können.

Moderne Sicherheitslösungen setzen daher auf intelligente Pipelines, die Datenströme optimieren und Security-Teams gezielt entlasten. Dies trägt dazu bei, dass Bedrohungen nicht in der Masse an Sicherheitsereignissen untergehen, sondern schneller und gezielter erkannt werden können.

Effiziente Incident Response: Schnelle Reaktion durch KI-Automatisierung

Im Ernstfall zählt jede Sekunde: Verzögerungen in der Bedrohungserkennung oder Reaktion können schwerwiegende Folgen haben. KI-gestützte Automatisierung spielt hier eine entscheidende Rolle, indem sie:

  • Anomalien in Echtzeit erkennt und analysiert.
  • Reaktionsmaßnahmen automatisiert einleitet, etwa durch Blockieren verdächtiger Aktivitäten.
  • Security-Teams mit präzisen Handlungsempfehlungen unterstützt, um effizienter agieren zu können.

Durch die Kombination von KI mit optimierten Datenstrukturen, wie sie durch Partnerschaften zwischen Sicherheitsplattformen ermöglicht werden, können Unternehmen ihre Reaktionszeiten von Stunden auf Sekunden reduzieren. Das Resultat: Mehr Sicherheit bei geringerem Ressourcenaufwand.

Fazit: KI als Schlüssel zu moderner IT-Sicherheit

Die Herausforderungen in der IT-Sicherheit nehmen stetig zu – von der Datenflut bis hin zu immer raffinierteren Angriffsmethoden. Durch den gezielten Einsatz von KI und intelligenten Datenmanagement-Lösungen können Unternehmen schneller, präziser und effizienter auf Bedrohungen reagieren.

Partnerschaften wie die zwischen Anomali und Cribl zeigen, wie moderne Sicherheitslösungen durch eine Kombination aus KI-gestützter Bedrohungserkennung, optimierter Datenverarbeitung und intelligenter Automatisierung entscheidend verbessert werden können. Unternehmen, die diese Technologien gezielt einsetzen, sind langfristig besser aufgestellt, um Cyberbedrohungen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich abzuwehren.

Über den Autor: Frank Lange ist Technical Director bei Anomali in Deutschland. Mit mehr als zwanzig Jahren Berufserfahrung berät er Unternehmen bei der Früherkennung von Bedrohungen im Bereich Security Operations. Er war in mehreren leitenden Positionen tätig, unter anderem bei iSIGHT Partners/FireEye im Bereich Threat Intelligence und bei ArcSight/Hewlett-Packard Enterprise für Security Information and Event Management (SIEM).

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