Strategische Wende

EMC rückt Data Domain in das Zentrum der Datensicherung

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EMC will das Backup- und Recovery-Portfolio umfassend ausbauen, nachdem man schon auf der EMC World im Mai dieses Jahres in Las Vegas mit „ViPR“ einen Neuanfang bei Speicher-Software versprach. Unter dem bereits vorgestellten umfassenden Label „EMC Data Protection Suite“ sollen bestehende Speicherlösungen mit dem ursprünglich nur für Deduplication zuständigen Data-Domain-System enger verzahnt werden.

Verbesserte Unterstützung von virtuellen Umgebungen

Dazu gehört laut EMC auch die verbesserte Unterstützung von virtuellen Umgebungen und der besondere Schutz von Unternehmensanwendungen. Die strategische Neuausrichtung der bestehenden Speicherprogramme unter der Führung von Data Domain wurde allerdings auf der New Yorker Veranstaltung in einem Nebensatz versteckt: Es gehe um die „Konsolidierung aller Backup- und Archivdaten auf einer zentralen Plattform“.

Die Data-Domain-Tools selbst sind jetzt, wie man in New York stolz verkündete, „viermal leistungsstärker und bis zu zehnmal skalierbarer als die Vorgängergeneration“. Die Skalierbarkeit sei sogar 27-mal höher als bei dem nächst größeren Konkurrenten – einen Namen nannte man allerdings nicht. Weitere Vorteile gegenüber der installierten Basis: bis zu dreimal größerer Datentransport und ein um 38 Prozent niedrigerer Preis pro Gigabyte.

Data Domain Systems deckt laut EMC kleine, mittlere und große Unternehmen ab und umfasst inzwischen folgende Optionen: DD Boost, DD Encryption, DD Extended Retention, DD Replicator, DD Retention Lock und DD Virtual Tape Library. Die zugeordneten Appliances heißen DD 160, DD 620, DD 2500, DD 4200, DD 4500, DD 7200 und DD 990. Die Tausender-Nummern von 2500 bis 7200 bezeichnen jetzt vorgestellte neue Systeme und sind hauptsächlich für mittlere Unternehmen (DD 2500, DD 4200, DD 4500) und große Unternehmen (DD 7200) gedacht. Damit hat der Hersteller den anfänglichen Funktions- und Appliances-Umfang deutlich ausgebaut.

Drei Bereiche

Wer genau hinschaut, sieht, dass EMC inzwischen von einer „Data Domain Evolution“ spricht. Sie erstreckt sich innerhalb des Obertitels „Protection Storage for Backup And Archive Data“ auf drei Bereiche:

  • Data Sources: Databases, Virtual Machines, Enterprise Applications, E-Mail Servers, File Shares/Servers und Content Management;
  • Backup: Diese „Backup Use Cases“ umfassen Database, Mainframe, IBM I, Big Data, File/E-Mail, VMware, NAS und ROBO;
  • Archive: Diese „Archive Use Cases“ umfassen File, E-Mail, Big Data, Content Management, Storage Tiering und Database.

Die verschiedenen Datenquellen laufen entweder als Backup- oder als Archiv-Dateien über die lokalen Netzwerkverbindungen in die Data-Domain-Appliances ein und können von dort über WAN-Verbindungen repliziert werden. Insofern kann Data Domain jetzt auch für Disaster Recovery oder Long-term Retention eingesetzt werden. EMC sieht dies entweder als On-Premise- oder als Cloud-Lösung vor.

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