USV-Konzepte in KMU – Tipps zu Planung, Umsetzung und Wartung (Teil 3)

Energieeffizienz, Wartung und Service von USV-Anlagen – was ist sinnvoll?

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Wartung und Service des USV-Systems

Gerade den Aspekt der Gesamtbetriebskosten verlieren viele Unternehmen leicht aus dem Auge: USVs haben im Gegensatz zu den meisten anderen IT-Hardware-Komponenten einen relativ langen Lebenszyklus. Nicht selten überleben sie mehrere Generationen der PCs oder Server, die sie schützen sollen.

Umso mehr lohnt der Blick auf die Nebenkosten: Da USV-Batterien altern, müssen sie regelmäßig überprüft und im Falle eines Defekts oder nicht ausreichender Kapazität ausgetauscht werden. Auch die Elektronik bedarf von Zeit zu Zeit einer Überprüfung.

Daher empfiehlt es sich, einen Wartungs- und Servicevertrag abzuschließen. Allerdings gilt es zu differenzieren: Bei kleinen USVs mit niedriger Priorität für einzelne Rechner lohnt sich unter Umständen kein Vor-Ort-Service, wenn der Ausfall eines PCs im schlimmsten Fall auch zu verkraften ist.

Mittlerweile bieten viele USV-Hersteller kostenlose Service-Hotlines an, die im Notfall per Ferndiagnose helfen oder einen Fachmann in der Nähe benennen. Bei USVs für unternehmenskritische Systeme ist es dagegen sinnvoll, die kürzest mögliche Bereitschaft zu wählen, sodass das Unternehmen im schlimmsten Fall nur wenige Stunden ungeschützt ist.

Shut-down- und Monitoring-Software

Fast alle modernen USVs werden heute mit sogenannter Shut-down- und Remote-Management-Software für alle gängigen Betriebssysteme geliefert. Die USV kommuniziert mit einem Gerät – meist dem Hauptserver – über die serielle Schnittstelle oder eine Netzwerkverbindung und meldet sofort Stromstörungen oder ausfälle.

Dort tritt dann die Management-Software nach einem festgelegten Plan in Aktion und veranlasst beispielsweise andere Systeme dazu, in der richtigen Reihenfolge alle Daten zu speichern, die Anwendungen zu schließen, das Betriebssystem herunterzufahren und sich auszuschalten. Dazu muss der Systemadministrator genau wissen, welche Prozesse und Systeme voneinander abhängig sind.

Es wäre beispielsweise fatal, die Firewall abzuschalten, solange ein anderes System noch mit dem Internet kommunizieren muss. Gleichermaßen wäre das Herunterfahren von Speicher-Subsystem problematisch, wenn potenziell noch File-System-Operationen stattfinden könnten.

Auf der Folgeseite haben wir einige wichtige Funktionen von Shut-down- und Monitoring-Software zusammengefasst.

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