ZTNA für Wireless WAN: Ericsson erweitert NetCloud SASE Ericsson bringt clientlose ZTNA mit Isolationsarchitektur

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Ericsson ergänzt seine NetCloud-SASE-Plattform um eine vollständig integrierte ZTNA-Lösung ohne Client. Die Technologie soll den sicheren Zugriff auf Unternehmensressourcen ermöglichen – ohne VPN, Software-Agenten oder Plug-ins. Anwendungen laufen dabei in isolierten Cloud-Containern.

Eine integrierte Anwendungsisolierung erzeugt eine physische Trennung („Air Gap“) zwischen Unternehmensressourcen und nicht verwalteten Geräten und reduziert dadurch das Malware-Risiko.(Bild:  Ericsson)
Eine integrierte Anwendungsisolierung erzeugt eine physische Trennung („Air Gap“) zwischen Unternehmensressourcen und nicht verwalteten Geräten und reduziert dadurch das Malware-Risiko.
(Bild: Ericsson)

Ericsson hat seine NetCloud-SASE-Plattform um einen neuen ZTNA-Dienst erweitert, der ohne lokal installierte Softwarekomponenten auskommt. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um die erste vollständig integrierte, clientlose Lösung dieser Art für drahtlos-zentrierte Netzwerke. Im Fokus steht die sichere Verbindung von nicht verwalteten Geräten – etwa im BYOD-Kontext – mit sensiblen Unternehmensressourcen. Auch der Zugriff durch Drittanbieter soll sich damit granular und risikoarm steuern lassen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen agentenbasierten Ansätzen greift die Ericsson-Lösung wohl auf eine cloudbasierte Anwendungsisolierung zurück. Der Zugriff erfolge über eine geschützte URL, wobei jede Sitzung in einem isolierten Container in der Cloud ablaufen soll. So soll verhindert werden, dass Malware von einem kompromittierten Gerät auf das Unternehmensnetz übergreife.

Isolation statt Zugriffskontrolle

Während andere ZTNA-Lösungen laut Ericsson oft nur auf Zugriffskontrollen setzen, ergänzt NetCloud SASE diese um eine aktive Trennung der Applikationen von potenziell unsicheren Endpunkten. Die Architektur basiere auf dem Zero-Trust-Modell, verberge interne IP-Adressen und ermögliche Mikrosegmentierung. Zudem verzichte sie vollständig auf statische öffentliche IPs.

Die Richtliniendurchsetzung erfolgt zentral über die NetCloud-Plattform. Dort lassen sich Zugriffe rollenbasiert, gerätespezifisch oder kontextabhängig steuern. Eine kontinuierliche Risikobewertung analysiert Nutzerverhalten und Gerätekontext in Echtzeit. Bei auffälligen Änderungen kann der Zugriff automatisch entzogen werden.

Absicherung für das IoT- und OT-Zeitalter

Mit dem Ausbau des 5G-Netzes wächst laut Ericsson auch die Zahl der IoT- und OT-Endpunkte, die von externen Dienstleistern betreut werden. Pankaj Malhotra, Head of WWAN & Security bei Ericsson, verweist auf die Notwendigkeit einer unkomplizierten Zugangskontrolle: „Im Gegensatz zu herkömmlichen VPNs, die einen breiten Netzwerkzugang bieten und schwierig zu implementieren sind, bietet NetCloud ZTNA eine unkomplizierte, richtlinienbasierte Lösung, die sicherstellt, dass Benutzende einen isolierten Zugang zu Ressourcen nach dem Prinzip der geringsten Privilegien haben.“

Ein zentrales Management, die Integration bestehender Identity-Provider sowie die Verbindung mit weiteren SASE-Komponenten wie SD-WAN und 5G-WWAN sollen die Lösung besonders für IT-Teams mit knappen Ressourcen attraktiv machen.

VPNs hätten heute in vielen Szenarien ausgedient. Sie seien zu komplex, administrativ aufwendig und in der Performance problematisch. ZTNA sei daher nicht nur ein Trend, sondern eine notwendige Weiterentwicklung. Die clientlose Variante, wie sie Ericsson nun anbietet, könne insbesondere in drahtlos-zentrierten Umgebungen ein sinnvoller Weg sein.

Die Lösung ist laut Hersteller ab sofort verfügbar und Bestandteil der bestehenden NetCloud-ZTNA-Lizenz.

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