AWS Summit European Sovereign Cloud startet in Brandenburg

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Amazon Web Services kündigt an, dass es bis zum Jahr 2040 rund 7,8 Milliarden Euro in die AWS European Sovereign Cloud in Brandenburg investieren wird. Die Investition soll das europäische Bedürfnis nach digitaler Souveränität adressieren.

Betreiber in stark regulierten Branchen sollen laut AWS in der European Sovereign Cloud ein Zuhause finden.(Bild:  Copilot/ KI-generiert)
Betreiber in stark regulierten Branchen sollen laut AWS in der European Sovereign Cloud ein Zuhause finden.
(Bild: Copilot/ KI-generiert)

Im Oktober 2023 kündigte der Hyperscaler den Start seiner European Sovereign Cloud an. Im Rahmen des AWS Summits in Berlin wurden nun weitere Details bekannt. Der Standort Brandenburg ist als erste Region der AWS European Sovereign Cloud bis zum Jahresende 2025 geplant.

Die Investition soll voraussichtlich bis 2040 etwa 17,2 Milliarden Euro zum deutschen Bruttoinlandsprodukt beitragen und die Schaffung von 2.800 Vollzeitstellen bei regionalen Unternehmen vorantreiben. Entstehen sollen Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen wie Bau, Instandhaltung, Ingenieurwesen und Telekommunikation.

Max Peterson, Vice President of Sovereign Cloud bei AWS, betonte die Bedeutung der Investition von 7,8 Milliarden Euro in das Projekt: „Mit diesen Investitionen unterstreichen wir unser Commitment, AWS-Kunden die fortschrittlichsten Steuerungsmöglichkeiten für Souveränitätsanforderungen, Datenschutzmaßnahmen und Sicherheitsfunktionen zu bieten, die in der Cloud verfügbar sind. Wir investieren signifikant in neue Fachkräfte und die Infrastruktur vor Ort.“ Durch diese Maßnahmen soll auch der grassierende Fachkräftemangel angegangen werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte AWS in Zusammenarbeit mit Siemens das erste Ausbildungsprogramm für AWS-Rechenzentren in Deutschland ins Leben gerufen. Zudem hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelstag den bundeseinheitlichen Zertifikatslehrgang zum „Cloud Business Expert“ entwickelt.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach zeigte sich verständlicherweise erfreut über den Start der Initiative in seinem Bundesland: „Für unsere digitale Souveränität ist es wichtig, dass Rechenleistungen vor Ort in Deutschland erbracht werden. Ich freue mich, dass Amazon Web Services Brandenburg für ein langfristiges Investment in ihre Cloud-Computing-Infrastruktur für die AWS European Sovereign Cloud ausgewählt hat.“

Digitale Souveränität für stark regulierte Branchen

Nicht zu jedem Workload passte das bisherige Angebot des Hyperscalers. Die AWS European Sovereign Cloud will Organisationen des öffentlichen Sektors und Kunden in stark regulierten Branchen helfen. Kunden, die mit sensiblen, regulierten oder strategisch wichtigen Daten und Anwendungen sowie Workloads arbeiten, die unter Anforderungen an die Datensouveränität und den Datenschutz in der EU fallen, sollen mit dem neuen Angebot angesprochen werden. Zudem verspricht der Hyperscaler, dass Kunden keine Abstriche bei der Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit machen müssen, während gleichzeitig die strengen Anforderungen an die betriebliche Autonomie innerhalb der EU erfüllt bleiben sollen. AWS sicherte bereits bei der Ankündigung im vergangenen Oktober zu, dass sämtliche Betriebs- und Supportaktivitäten der AWS European Sovereign Cloud nur von in der EU ansässigem und tätigem Personal durchgeführt werden. Die Rechenzentren sollen sich ausschließlich in der EU befinden und von dort aus betrieben werden. Sowohl physisch als auch logisch wird sie von bestehenden AWS-Regionen getrennt sein.

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