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Soziale Netzwerke als Mittel für Wirtschaftsspionage Facebook und Co. bergen Risiken für Unternehmen

Redakteur: Peter Schmitz

Viele Unternehmen wissen wenig über die Gefahren sozialer Netzwerke wie Facebook. Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz hat deshalb zusammen mit der Hochschule Augsburg eine Informationsbroschüre erstellt.

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Dem überwiegenden Teil der Angriffe im Bereich der Wirtschaftsspionage gehen heutzutage Social Engineering-Maßnahmen in sozialen Netzwerken voraus.
Dem überwiegenden Teil der Angriffe im Bereich der Wirtschaftsspionage gehen heutzutage Social Engineering-Maßnahmen in sozialen Netzwerken voraus.

Social Media ist für viele Unternehmen inzwischen ein sehr wichtiges Kommunikationsmedium zum Kontakt mit den Kunden. Allerdings können Facebook und Co. erhebliche Risiken in sich tragen, derer sich bei weitem nicht alle privaten und professionellen Nutzer bewusst sind. Dabei geht es zum Beispiel um Datenverlust und Malware-Infektion, um Produktivitätseinschränkung, Netzwerküberlastung und Reputationsverlust, so Burkhard Körner, Präsident des Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz.

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz unterstützt die Wirtschaft bei der Abwehr von Spionageaktivitäten und will auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken sensibilisieren. Dafür ist jetzt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Augsburg die 80 Seiten starke Broschüre "Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit" (pdf) entstanden. Führungskräfte und Mitarbeiter deutscher Unternehmen sollen dadurch einen Überblick über das Thema „Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit“ erhalten.

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Die Publikation versteht sich als Kompendium und Nachschlagewerk, in dem die wichtigsten sozialen Netzwerke dargestellt und mögliche Sicherheitsprobleme skizziert sind. Die atemberaubende Geschwindigkeit des technischen Fortschritts im Internet lässt dabei gezwungenermaßen nur eine Momentaufnahme zu.

Im Rahmen der Vorstellung der Broschüre berichtete Burkhard Körner, Präsident des Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz: „Auch kriminelle Handlungen werden in sozialen Netzwerken vorbereitet: Dem überwiegenden Teil der Angriffe im Bereich der Wirtschaftsspionage gehen heutzutage Social-Engineering-Maßnahmen voraus. Das heißt, Angreifer bedienen sich sozialer Netzwerke, um Informationen über Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens zu sammeln und so in einem zweiten Schritt leichter an sensible Unternehmensdaten zu gelangen.“

Kooperation mit Hochschule

Die Informations-Broschüre "Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit" ist gemeinsam mit Wirtschaftsschutz-Experten des Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz (BayLfV) und der Forschungsgruppe für IT-Sicherheit "HSASec" der Hochschule Augsburg unter Leitung von Prof. Gordon Rohrmair entstanden. Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter aus der Fakultät für Informatik haben einen erheblichen Beitrag dazu geleistet.

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