Mitarbeiter auf der ganzen Welt arbeiten häufig in einem dezentralen oder hybriden Modell, und das bedeutet, dass viele ihrer Abläufe auch aus der Ferne funktionieren müssen. Remote-Technologien spielen zwar eine wichtige Rolle im modernen verteilten Arbeitsmodell, aber diese Lösungen können auch potenzielle Schwachstellen im Unternehmensnetzwerk schaffen, wenn sie nicht richtig verwaltet werden.
Für IT-Teams ist es von entscheidender Bedeutung, in Remote-Support-Lösungen mit integrierten Sicherheitsfunktionen zu investieren, um Risiken zu minimieren und den Mitarbeitern dennoch die benötigte Unterstützung zu bieten.
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Fernwartungs- und -verwaltungssoftware versetzt Support-Mitarbeiter in die Lage, IT-Dienstleistungen einfach und schnell zu erledigen. Das umfasst die Problembehebung und die Durchführung von Updates sowie Device Monitoring und Management. Gleichzeitig müssen sich alle diese Unterstützungsfunktionen auch auf die IT-Sicherheit konzentrieren. Hochwertige Tools verfügen über ein breites Arsenal an Sicherheitsfunktionen, um den Fernsupport sicher zu gestalten. Gerade wenn externe Support-Mitarbeiter auf sie zugreifen, sind passende Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar, die über die Zustimmung der Endbenutzer vor dem Verbindungsaufbau hinausgehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass beispielsweise Daten unbeabsichtigt preisgegeben oder kompromittiert werden. IT-Manager müssen dafür verantwortlich sein, dass während der Fernwartung niemand unrechtmäßig in den Besitz von Daten gelangt.
Auswahl der richtigen Fernwartungssoftware
Wie eine aktuelle Studie des TÜV-Verbands zeigt, bleibt die Bedrohungslage in Deutschland angespannt. Immerhin halten 28 Prozent der befragten deutschen Unternehmen einen eigenen IT-Sicherheitsvorfall gegenwärtig für realistisch. Bei der Fernwartung von Geräten bewähren sich daher hochwertige Fernsupport-Tools, die eine Reihe von Funktionen bieten, um den IT-Support sicherer zu gestalten. Einmal implementiert, erhöhen sie bei einer Fernwartung die Datensicherheit und verhindern einen Systemausfall.
Vorab Berechtigungen festlegen
Solche Remote-Support-Tools verfügen über ein Administration Center, um die einzelnen Zugriffsberechtigungen der Support-Mitarbeiter genau festzulegen. Nur wenige Personen benötigen tatsächlich den Zugriff auf alle Geräte und Daten. Durch eine rollenbasierte Zugriffssteuerung erreichen Unternehmen dagegen mehr IT-Sicherheit. IT-Teams sollten Support-Mitarbeiter auch in Gruppen einteilen und diesen jeweils andere Rechte zuweisen können. Diese Gruppeneinteilung sorgt für großen Komfort, da die Rechte nicht einzeln vergeben werden müssen.
Außerdem ist eine Funktion für den unbeaufsichtigten Zugriff auf Geräte sinnvoll. Sie dient dazu, einfach und schnell automatisierte Updates durchzuführen, ohne dass die Endbenutzer in den Prozess selbst eingreifen müssen. Im stressigen Arbeitsalltag vergessen Menschen häufig aufgrund mangelnder Zeit, anstehende Updates zu starten. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Support-Mitarbeiter sie ohne das Zutun der Endbenutzer erledigen können, denn regelmäßige Updates von Geräten steigern die IT-Sicherheit enorm. Zudem bleibt es Unternehmen so selbst überlassen, welche Support-Mitarbeiter den unbeaufsichtigten Zugriff auf Geräte erhalten, wenn sie die Berechtigungen einzeln und nur bei Bedarf erteilen können. Das bedeutet ein hohes Maß an Kontrolle.
Unterbrechungen stets vermeiden
Viele Unternehmen nutzen Geräte, die ununterbrochen zur Verfügung stehen müssen. Ein Beispiel: Oft stellen Server wichtige Services bereit, ohne die bei der Arbeit nichts mehr funktioniert. Wenn solche Geräte durch eine Fernwartung ausfallen, kann es zu schwerwiegenden Konsequenzen kommen. Bei vielen Fernwartungs-Tools können IT-Teams den direkten Zugriff auf sie deaktivieren, um die kontinuierliche Verfügbarkeit zu gewährleisten. Für Support-Mitarbeiter gibt es anschließend immer noch die Option, Systeminformationen abzurufen und anhand dieser bei der Fehlersuche die einzelnen Konfigurationen unter die Lupe zu nehmen. Die Geräte bleiben von den Analysen aber unberührt.
Dadurch lässt sich außerdem verhindern, dass Support-Mitarbeiter versehentlich Geräte neu starten. So vermeiden Unternehmen einen Systemausfall und Datenverlust.
Datensicherheit weiter stärken
Branchenübergreifend legen Menschen großen Wert auf die Vertraulichkeit von Daten. Niemand soll zum Beispiel ohne Einwilligung die Kontoinformationen und Gesundheitsdaten einer anderen Person einsehen oder sie sogar stehlen. Aus diesem Grund besitzen hochwertige Fernsupport-Anwendungen eine Funktion, um den Dateimanager zu sperren. Unternehmen können demnach bewusst entscheiden, welche Support-Mitarbeiter bei einer Fernwartung den Zugriff auf ihn erhalten. Nur sie können mit der Erlaubnis alle Dateien öffnen, umbenennen, kopieren, verschieben, übertragen und löschen.
Eine weitere Sicherheitsfunktionen für die Datensicherheit ist die Deaktivierung der Zwischenablage während einer Fernwartung. Außerdem ist es hilfreich, Bildschirmaufzeichnungen und das Erstellen von Screenshots zu unterbinden, um Datenpannen effektiv vorzubeugen. Für Compliance-Überprüfungen indes können Unternehmen im Hintergrund jede Fernwartung automatisch aufnehmen und das Vorgehen der Support-Mitarbeiter dokumentieren.
Stand: 08.12.2025
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Fazit
Die aktuelle Bedrohungslage erfordert neue Antworten. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf Fernwartungssoftware mit einer Reihe von Sicherheitsfunktionen. Sie bieten die optimalen Voraussetzungen dafür, zukünftig effizienten und vor allem sicheren IT-Support per Fernwartung zu leisten.
Über den Autor: Mike Rennie ist Senior Information Security Manager bei GoTo.