Anbieter zum Thema
Empfehlungen für das unternehmensweite Risk Management
Wie können auch die normalen Unternehmen ihr eigenes Risikomanagement verbessern, statt sich allzu sehr auf die Banken zu verlassen?
Mit halbjährlichen oder jährlichen Reports aus dem Risikomanagement ist es jedenfalls nicht getan. Es kommt auf die regelmäßige Übung an. Man muss vor allem die Schlüsselrisiken identifizieren und richtig bewerten. In der Regel sind dies drei bis fünf Kernelemente, die es zu erfassen gilt, und die einen entsprechenden Dominoeffekt im Unternehmen auslösen können.
Wie sieht es mit dem Risk Management bei SAP aus? Profitiert dieser Geschäftszweig jetzt indirekt von der Krise? Welches Feedback erhalten Sie denn von Ihren Kunden?
Eins wird klar deutlich: Wenn Unternehmen ihr Risikomanagement nur in Silo-Kategorien betrachten, scheitert das zwangsläufig. Und genau da findet jetzt ein Umdenken statt. Natürlich sollte jeder einzelne Mitarbeiter für das Risiko, das er überblicken kann, auch die Verantwortung tragen.
Darüber hinaus gilt es, die entsprechenden Bereiche und Fachabteilungen zu vernetzen. Viele Verantwortliche haben bereits damit begonnen, die Risiken entlang der gesamten Prozesskette neu zu durchleuchten und zu justieren. Mit Hilfe von manuellen Prozeduren allein ist das allerdings kaum zu bewerkstelligen.
Bedeutet dies, dass auch bei SAP der Bereich GRC höhere Zuwachsraten erzielen wird als der infolge der Finanzkrise möglicherweise stagnierende Markt von IT-Investitionen?
Zweifellos. Der Kunde selbst treibt die Entwicklung voran. Studien belegen, dass der Nummer 1-Treiber für GRC-Lösungen das Risikomanagement war und weiterhin bleiben wird. Risikomanagement ist die Voraussetzung und der Treiber für Unternehmen, die „compliant“, also konform sein wollen und müssen.
Narina Sippy ist Senior Vice President im Bereich Governance Risk and Compliance (GRC) bei SAP. Das Interview führte Lothar Lochmaier.
(ID:2017989)