Vimeo-Daten nach Angriff auf KI-Dienstleister erbeutet Hacker fordern von Vimeo Lösegeld für Nutzerdaten

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Der Cyberakteur Shiny Hunters soll nach einem Angriff auf den KI-Analyseanbieter Anodot an Daten von Vimeo gelangt sein. Der Anbieter war als Dienstleister in Systeme der Videoplattform eingebunden.

Nach einem Sicherheitsvorfall beim KI-Analyseanbieter Anodot sollen Angreifer Daten von Vimeo erbeutet haben, darunter technische Informationen, Videotitel, Metadaten und teilweise E-Mail-Adressen.(Bild:  Envato Elements)
Nach einem Sicherheitsvorfall beim KI-Analyseanbieter Anodot sollen Angreifer Daten von Vimeo erbeutet haben, darunter technische Informationen, Videotitel, Metadaten und teilweise E-Mail-Adressen.
(Bild: Envato Elements)

Nach Angaben von Vimeo betrifft der Vorfall eine interne Datenbank mit technischen Daten, Videotiteln und Metadaten. Teilweise sollen auch E-Mail-Adressen von Nutzern betroffen sein. Videoinhalte, Zahlungsdaten und Anmeldedaten sollen laut Vimeo nicht betroffen sein. Auch der Betrieb der Plattform soll nicht beeinträchtigt sein.

Medienberichten zufolge fordern die Angreifer Lösegeld von Vimeo. Andernfalls sollen die erbeuteten Daten im Darknet veröffentlicht werden. Eine konkrete Summe wurde öffentlich nicht genannt. Für betroffene Nutzerinnen und Nutzer könnte der Vorfall dennoch Folgen haben, da E-Mail-Adressen in Verbindung mit Plattformdaten für Phishing-Angriffe missbraucht werden könnten.

Vimeo deaktiviert Zugang zu Anodot

Ursache des Datenabflusses soll ein Sicherheitsvorfall bei Anodot gewesen sein. Nach Medienberichten konnten Angreifer Anfang April Authentifizierungstokens abgreifen und sich dadurch Zugriff auf Cloud-Umgebungen mehrerer Kunden des Cloudanbieters Snowflake verschaffen. Neben Vimeo sollen auch weitere Unternehmen betroffen sein, darunter Rockstar Games.

Vimeo hat nach eigenen Angaben den Anodot-Zugang deaktiviert und die zugehörige Integration aus den eigenen Systemen entfernt. Das Unternehmen hat externe Sicherheitsexperten hinzugezogen und Strafverfolgungsbehörden informiert.

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