Update: Weitere Schwachstelle ausgenutzt Hacker können sich Superuser-Rechte in IBM Langflow verschaffen

Aktualisiert am 10.08.2026 Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Eine kritische Schwachstelle in IBM Langflow OSS ermöglicht au­then­ti­fi­zier­ten Angreifern die Ausweitung ihrer Rechte auf Superuser-Niveau. Seit Anfang August wird auch eine RCE-Schwachstelle aktiv ausgenutzt. Ein Up­date auf Version 1.10.1 wird dringend empfohlen.

Als Superuser können Cyberangreifer Sicherheitsmechanismen in IBM Langflow umgehen, direkt auf die Datenbank zugreifen und Benutzerberechtigungen ändern.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Als Superuser können Cyberangreifer Sicherheitsmechanismen in IBM Langflow umgehen, direkt auf die Datenbank zugreifen und Benutzerberechtigungen ändern.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Cyberkriminelle, die eine Sicherheitslücken in Langflow OSS, dem quelloffenen Low-Code- / Visual-Tool zum Erstellen von Anwendungen mit LLMs und Agents von IBM, ausnutzen, können ihre Rechte erweitern. Obwohl Angreifer für die Ausnutzung der Schwachstelle EUVD-2026-45270 / CVE-2026-8635 (EPSS-Score* 0.30) authentifiziert sein müssen, erhielt die Si­cher­heits­lü­cke einen CVSS-Score von 9.9, da die Akteure ihre Berechtigungen auf die eines Super­users erweitern können. Damit können sie beliebige Systembefehle ausführen und mit den Berechtigungen des Langflow-Dienstes eine vollständige Systemkompromittierung erreichen.

Betroffen von diesem Problem sind die Versionen 1.0.0 bis 1.10.0. IBM zufolge betrifft der Fehler die Komponente „Python Interpreter“. Ein Angreifer mit gültigen Zugangsdaten könnte Sicherheitsmechanismen über die Komponente „PythonREPLComponent“ umgehen, direkt auf die Datenbank zugreifen und Benutzerberechtigungen ändern. Die Schwachstelle konnte auf eine unzureichende Isolierung sowie eine mangelhafte Validierung des vom Benutzer bereitgestellten Python-Codes vor dessen Ausführung zurückgeführt werden.

Workarounds gibt es dafür nicht, weswegen der Hersteller seinen Kunden dringend empfiehlt Langflow OSS 1.10.1 zu installieren.

Vollständige RCE möglich

Das Security Advisory für die Sicherheitslücke EUVD-2026-45236 / CVE-2026-9198 (CVSS-Score 9.8, EPSS-Score 17.05) veröffentlichte IBM zeitgleich mit dem zu EUVD-2026-45270 / CVE-2026-8635, doch ihr Risiko ist deutlich höher. Denn die Remote-Code-Execution-Schwachstelle wird bereits aktiv ausgenutzt. Die CISA hat sie am 4. August in den KEV-Katalog aufgenommen.

Auch EUVD-2026-45236 / CVE-2026-9198 betrifft Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.10.0 und ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, die Endpunkte „/api/v1/auto_login“ und „/api/v1/validate/code“ zu verknüpfen, um bei Standard-Langflow-Bereitstellungen eine vollständige RCE zu erreichen. Auch hier empfiehlt der Hersteller das Update auf Langflow OSS 1.10.1.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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