Warnung vor „AppSuite PDF Editor” und „OneStart PDF Editor” Gefährliche Hintertür in Gratis-PDF-Editoren entdeckt

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Für das Konvertieren von Dokumenten in PDFs stehen im Internet unzählige kostenfreie Tools zum Download bereit. Aber nicht alle Anwendungen sind harmlos, wie ein aktueller Fall zeigt.

Viele Internetnutzer suchen nach Gratis-Software zum Bearbeiten von PDF-Dateien. Kein Wunder also, dass es auch Malware darunter gibt.  (Bild:  © G Data CyberDefense AG)
Viele Internetnutzer suchen nach Gratis-Software zum Bearbeiten von PDF-Dateien. Kein Wunder also, dass es auch Malware darunter gibt.
(Bild: © G Data CyberDefense AG)

Das Security Team von G Data CyberDefense warnt vor den kostenfreien PDF-Bearbeitungslösungen „AppSuite PDF Editor“ und „OneStart PDF Editor”. Diese enthalten Schadsoftware und installieren dauerhaft eine Hintertür zum System.

So versteckt sich auch im „AppSuite PDF Editor“ eine solche Backdoor. Was hier jedoch besonders ist: Die Cyberkriminellen haben in diesem Fall ihr bösartiges Programm an Sicherheitshersteller gesandt, um es von ihnen auf die „Erlaubt“-Liste setzen und „zu Unrecht“ erfolgte Meldungen über bösartiges Verhalten beseitigen zu lassen. Die Sicherheitsexperten von G Data haben sich aber davon nicht in die Irre führen lassen und die Software als bösartig erkannt.

Auch der OneStart PDF Editor ist betroffen. G Data hat Hinweise gefunden, dass die gleichen Akteure hinter der Anwendung stecken.

„Wer sich einen kostenfreien PDF-Editor herunterlädt, sollte genau darauf achten, ob und wann die Sicherheitssoftware anschlägt“, sagt Tim Berghoff, Security Evangelist bei G Data CyberDefense. „Ansonsten öffnet das Programm eine dauerhafte Hintertür ins System. Über diese können Kriminelle beliebige Befehle und Programme auf den Rechner ausführen.“ Das Einzige, was an dieser Stelle dann noch helfen könnte, ist eine Neuinstallation des Systems. Obwohl der PDF-Editor über eine Deinstallationsroutine verfügt, entfernt eine Deinstallation die Backdoor nicht in jedem Fall vollständig.

In einer ausführlichen technischen Analyse (Artikel in englischer Sprache) erläutern die Malware-Fachleute von G Data, wie genau die Backdoor funktioniert und wie die Macher versuchen, Schadsoftware als legitime Anwendungen zu tarnen.

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