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Android soll Business-tauglich werden Google baut auf Samsung Knox

| Autor: Stephan Augsten

Google plant, das mobile Android-Betriebssystem künftig mit Funktionen von Samsung Knox auszuliefern. Was bedeutet das für die Anwender? Wie funktioniert Knox genau? Und wie sieht die derzeitige Umsetzung auf Samsung-Geräten aus? Security-Insider ist diesen Fragen auf dem Samsung Business Discovery Day nachgegangen.

Samsung Knox soll Android auf allen Ebenen um verschiedene Sicherheitsfunktionen bereichern.
Samsung Knox soll Android auf allen Ebenen um verschiedene Sicherheitsfunktionen bereichern.
(Bild: Samsung)

Samsung Knox ist eine Sicherheitsarchitektur und -erweiterung für Android, von der insbesondere Unternehmen beim Mobile Device Management (MDM) profitieren können. Um das System zu verstehen, beginnen wir mit der Anwendungsebene – dem Bereich, den der eigentliche Nutzer zu sehen bekommt.

Auf Anwendungsebene ist Knox vereinfacht gesagt eine Container-Lösung. Der private Bereich ist frei zugänglich, nur geschützt durch die vom Anwender gewählte Sicherheitssperre. Bei Android kann dies eine einfache Wischgeste sein, sicherer wird es mit Face Unlock (Gesichtserkennung), Entsperrmuster, PIN, Passwort oder mittlerweile auch Fingerabdruck-Erkennung.

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Zusätzlich steht dem Anwender ein sicherer Bereich, also ein Daten- und App-Container zur Verfügung. Alle Anwendungen und Daten, die innerhalb dieses Containers abgelegt werden, sind von den Apps außerhalb des Containers getrennt. Vertrauenswürdige Anwendungen, beispielsweise bei Kontaktliste und Kalender, lassen sich je nach Einstellung aber Synchronisieren oder zumindest im Read-Only-Modus betreiben.

Verzahnung von geschäftlichen und privaten Bereichen

Da Samsung-Geräte standardmäßig mit Knox ausgeliefert werden, können Privatanwender die Container-Funktion durchaus nutzen. Ursprünglich wurde Knox allerdings mit Blick auf geschäftliche Anforderungen entwickelt. Samsung will Sicherheitsbedenken gegenüber Privatgeräten, die auch geschäftlich genutzt werden (Bring Your Own Device, BYOD), aus der Welt schaffen.

Unternehmen können sich nämlich offenbar nicht darauf verlassen, dass entsprechende Nutzungsverbote und Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden. Im Rahmen des Business Discovery Day hat Samsung eine Studie vorgestellt, in der es heißt, dass 30 Prozent der Millenials (Nutzer zwischen 18 und 34 Jahren) bestehende Sicherheitsrichtlinien umgehen und beispielsweise nicht erlaubte Dienste wie Dropbox nutzen.

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Über den Autor

 Stephan Augsten

Stephan Augsten

Chefredakteur, Dev-Insider