Updates für vier Sicherheitslücken in Chromium verfügbar Sicherheitslücke in Google Chrome und Edge wird angegriffen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Google stellt aktuell Updates für Google Chrome zur Verfügung, die vier Sicherheitslücken schließen. Darunter ist eine Lücke, die bereits öffentlich angegriffen wird und als Risiko „hoch“ eingestuft ist. Angreifer können über die JavaScript-Engine V8 nicht vorgesehene Speicherzugriffe durchführen.

Durch einen Bug in der JavaScript-Engine V8 können Angreifer in verwundbaren Versionen von Google Chrome und Microsoft Edge „Out of bounds“ Schreibzugriffe auf den Speicher durchführen.(Bild:  VectorMine - stock.adobe.com)
Durch einen Bug in der JavaScript-Engine V8 können Angreifer in verwundbaren Versionen von Google Chrome und Microsoft Edge „Out of bounds“ Schreibzugriffe auf den Speicher durchführen.
(Bild: VectorMine - stock.adobe.com)

Die Lücke CVE-2024-0519 wurde von Google auf „hoch“ eingestuft und betrifft die JavaScript-Engine V8 in Google Chrome. Angreifer können Speicherzugriffe außerhalb der vorgesehenen Grenzen durchführen. Der Angriff kann über manipulierte Webseiten erfolgen. Diese Lücke ist bereits unter Angriff, wie Google bestätigt hat. Anwender, die auf Microsoft Edge setzen, sollten ebenfalls schnell auf die aktuelle Version updaten, da die gleiche JavaScript-Engine V8 auch in Edge zum Einsatz kommt.

Parallel dazu kann auf dem gleichen Weg die Lücke CVE-2024-0518 ausgenutzt werden, die ebenfalls die JavaScript-Engine V8 betrifft und auch als „hoch“ eingestuft wird. Und als ob das nicht genug ist, betrifft die Schwachstelle CVE-2024-0517 ebenfalls die JavaScript-Engine V8. Informationen zur vierten Lücke, die Google in Chrome geschlossen hat, sind aktuell nicht bekannt. Diese Lücke wurde vermutlich von außerhalb an Google gemeldet. Google beschreibt die Lücken in einem eigenen Blogbeitrag.

Aktuelle Google Chrome-Versionen installieren

Überprüfen der installierten Version von Google Chrome und durchführen einer Aktualisierung.(Bild:  Joos)
Überprüfen der installierten Version von Google Chrome und durchführen einer Aktualisierung.
(Bild: Joos)

Die Fehler werden in den Versionen 120.0.6099.230 (Android) 121.0.6167.66 (iOS), 120.0.6099.224 (Linux), 120.0.6099.234 (macOS) und 120.0.6099.224/225 (Windows) behoben. Diese Versionen oder neuer sollten daher auf den Endgeräten installiert sein, um sicher vor Angreifern zu sein, die diese Lücken ausnutzen. In Windows erfolgt die Aktualisierung zum Beispiel über das Menü mit den drei übereinanderliegenden Punkten und der Auswahl von „Hilfe -> Über Google Chrome“. Liegt eine neuere Version vor, wird diese automatisch installiert.

Nach einem Update ist meist ein Neustart notwendig. Bei Microsoft Edge muss mindestens die Version 120.0.2210.144 sein. In dieser sind die beschriebenen Lücken alle geschlossen, inklusive CVE-2024-0519. Die Version in Edge ist über das Menü mit den drei Punkten oben rechts zu finden und der Auswahl von „Hilfe und Feedback -> Infos zu Microsoft Edge“. Auch hier aktualisiert der Browser automatisch, wenn Updates zur Verfügung stehen. Nach der Aktualisierung sollte auch hier der Browser neu gestartet werden.

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