Cyberangriff auf IT-Dienstleister 1,5 Millionen Daten in Schweden geleakt

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Ein Hackerangriff auf den IT-Dienstleister Miljödata führte zu einem der größten Datenlecks Schwedens: 1,5 Millionen Datensätze wurden im Darknet veröffentlicht. Betroffen sind große Unternehmen wie die Fluggesellschaft SAS und Volvo sowie 164 Gemeinden.

Unter den betroffenen Organisationen des Miljödata-Leaks sind neben internationalen Konzernen auch zahlreiche Gemeinden und Behörden, wodurch sensible personenbezogene Daten in großem Umfang offengelegt wurden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Unter den betroffenen Organisationen des Miljödata-Leaks sind neben internationalen Konzernen auch zahlreiche Gemeinden und Behörden, wodurch sensible personenbezogene Daten in großem Umfang offengelegt wurden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Ende August wurde der schwedische IT-Dienstleister Miljödata gehackt. Dies teilte die schwe­dische Staatsanwaltschaft vergangene Woche mit. Neben privaten Unternehmen gehören auch Stadtverwaltungen zu den Kunden von Miljödata und waren somit besonders von den Auswir­kungen betroffen.

Fluggesellschaft und Rüstungsbetrieb betroffen

Wie der öffentlich-rechtliche schwedische Nachrichtensender SVT berichtet, wird das Datenleck bei Miljödata als eines der größten des Landes jemals bezeichnet. Unter den betroffenen Unternehmen seien demnach auch die Fluggesellschaft Scandinavian Airlines System (SAS) sowie der Hersteller GKN Aerospace, der Flugzeugtriebwerke sowohl für den zivilen als auch für den militärischen Gebrauch produziert. Unter den Daten, die von SAS-Mitarbeitenden geleakt wurden, seien Namen, Sozialversicherungsnummern, Privatadressen, Telefonnummern sowie E-Mail-Adressen. Insgesamt seien Daten von 28.000 Personen aus Schweden, Norwegen und Dänemark betroffen. Laut der schwedischen Datenschutzbehörde seien zudem mindestens 164 Gemeinden und vier regionale Behörden von der Cyberattacke betroffen. Auch Volvo, Axfood, Scania und Sandvik hätten infolge der Attacke Daten verloren.

15 Prozent aller Schweden betroffen

Wie die Staatsanwältin Sandra Helgadottir mitteilte, habe sich eine Hackergruppe namens „Datacarry “ zu dem Angriff bekannt. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um ausländische Akteure handle. Die Angreifer hätten 1,5 Bitcoin von Miljödata gefordert – was derzeit rund 150.000 Euro entspricht – und damit gedroht, bei Nicht-Zahlung die Daten zu ver­öffentlichen. Kurz darauf seien die Daten dann im Darknet gelandet. Insgesamt waren es 1,5 Millionen Daten, die Zahl der Betroffenen entspreche knapp 15 Prozent der schwedischen Bevölkerung.

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