McAfee Cloud Adoption & Risk Report

Hohes Risiko für sensible Daten in der Cloud

| Redakteur: Peter Schmitz

Ob File-Sharing, Zugriff von privaten Geräten oder Shadow-IT, ein neuer McAfee-Report zeigt Schwachstellen in Cloud-Infrastrukturen auf.
Ob File-Sharing, Zugriff von privaten Geräten oder Shadow-IT, ein neuer McAfee-Report zeigt Schwachstellen in Cloud-Infrastrukturen auf. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Nur 40 Prozent aller IT-Verantwortlichen haben die volle Kontrolle, wenn Mitarbeiter von ihren privaten Geräten auf Cloud-Daten zugreifen. Das sind Ergebnisse der Business Growth Edition des aktuellen „Cloud Adoption & Risk Reports“, den die Sicherheitsspezialisten von McAfee erst kürzlich veröffentlichten und für den 1.000 IT-Verantwortliche in elf Ländern befragt wurden.

Daten liegen nicht nur in der Cloud – mit Daten wird gearbeitet. Genau das ist der Punkt, der IT-Verantwortliche weltweit immer noch vor Herausforderungen stellt: Nur ein Drittel (33 Prozent) kann beispielsweise für ausreichend Sicherheit sorgen, wenn Mitarbeiter Links zu Dateien in der Cloud generieren und weitergeben. Nur 40 Prozent haben die volle Kontrolle, wenn Mitarbeiter von ihren privaten Geräten auf Cloud-Daten zugreifen. Das sind Ergebnisse der Business Growth Edition des aktuellen „Cloud Adoption & Risk Reports“, für den die Sicherheitsspezialisten von McAfee 1.000 IT-Verantwortliche in elf Ländern befragten.

Ergänzt werden die Umfragedaten durch Milliarden an anonymisierten Eventdaten von tausenden von McAfee-Kunden. Diese geben zum Beispiel Aufschluss darüber, in welchen Cloud-Anwendungen die meisten Unternehmen sensible Daten speichern. Der Report zeigt auch: Gelingt eine effektive Zugriffskontrolle, profitieren Unternehmen überdurchschnittlich von den Verheißungen der Cloud: 45 Prozent der Unternehmen mit einem Cloud Access Security Broker (CASB) bringen Produkte beispielsweise dank der Cloud schneller auf den Markt (+36 Prozent im Vergleich zu Unternehmen ohne CASB), 46 Prozent spüren eine Verbesserung der Mitarbeiterproduktivität (+elf Prozent).

Grundlagen der Cloud Access Security Broker (CASB)

Datenschutz und Datennutzung in der Cloud

Grundlagen der Cloud Access Security Broker (CASB)

07.09.18 - Ein Cloud Access Security Broker (CASB) überwacht und protokolliert den Datenverkehr zwischen Cloud-Anwendungen und ihren Nutzern und setzt gleichzeitig auch Security-Policies um. Ein CASB arbeitet on-premises oder in der Cloud und sorgt dafür, dass Unternehmen ihre Sicherheitsrichtlinien nicht nur innerhalb ihrer Infrastruktur durchsetzen können, sondern auch in der Cloud. lesen

„Die Cloud ist endlich in den Unternehmen angekommen“, kommentiert Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee. „Die vielen Vorteile für die betrieblichen Abläufe sind allen schon lange klar – doch zum ersten Mal sieht die Mehrheit der IT-Verantwortlichen (52 Prozent) ihre Daten in der Cloud auch besser aufgehoben als anderswo. Kein Wunder, die großen Cloud-Anbieter haben riesige Beträge in die Sicherheit investiert. Was bleibt ist ein großes Stück Eigenverantwortung für den Datenverkehr zwischen Cloud und Anwender. Hier müssen Unternehmen selbst nachbessern.“

Sensible Daten in der Cloud

Fast zwei Drittel (65 Prozent) der sensiblen Unternehmensdaten finden sich laut McAfee-Untersuchung in Business-Anwendungen wie Office 365 (31 Prozent), Salesforce (16 Prozent) oder auch Slack und Google Docs (je zwei Prozent). 13 Prozent sind bei großen Cloud-Anbietern wie AWS oder Microsoft Azure gespeichert und zehn Prozent der Daten leben immer noch in Shadow-IT-Anwendungen, also Programmen, die von der IT-Abteilung nicht offiziell freigegeben sind.

Geteilte Verantwortung: Hier lauern die Schwachstellen

McAfee erwähnt im Report die großen Budgets, die Cloud-Anbieter wie Amazon oder Microsoft in Cloud-Sicherheit investieren, verweist aber auch auf den Bereich, um den sich Unternehmen selbst kümmern müssen: Verlassen Daten die Cloud, weil sie beispielsweise von Mitarbeitern genutzt werden, bedarf es professioneller Data Loss Prevention (DLP)-Stategien. Hier hapert es laut Report noch: Das Rechte-Management in Bezug auf die Weitergabe von Zugriffslinks haben nur 33 Prozent voll im Griff, ebenfalls ein Drittel kann Shadow-IT entdecken, 40 Prozent sehen Zugriffe auf Cloud-Daten von privaten Geräten und 43 Prozent können schädliche Handlungen von Nutzern erkennen.

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Tipps für mehr IT-Sicherheit

„Wenn ich mir die Art der identifizierten Schwachstellen ansehe, muss ich unmittelbar an die Gefahr durch Phishing oder Spear-Phishing denken“, so Hans-Peter Bauer weiter. „Gegen Schadprogramme dürften die Cloud-Anbieter gut gewappnet sein, aber solange Unternehmen in großem Maßstab nicht nachvollziehen können, was mit ihren Daten passiert, wenn diese die Cloud verlassen, besteht die Gefahr des Verlustes von geistigem Eigentum. Eine bessere Nachvollziehbarkeit schützt auch die Mitarbeiter.“

Um Cloud-Daten besser zu schützen rät McAfee:

  • Identifizieren Sie die Anwendungen, in denen Ihr Unternehmen sensible Daten in der Cloud speichert. Starten Sie die Verbesserungen dort, wo die meisten sensiblen Daten liegen.
  • Implementieren Sie IT-Sicherheit schon während der Entwicklung. 62 Prozent der Befragten fahren so einen DevOps-Ansatz, 33 Prozent kümmern sich erst bei der Einführung der Anwendung. Legen Sie besondere Aufmerksamkeit auf die Konfiguration Ihrer Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Angebote.
  • Setzen Sie auf einen Cloud Access Security Broker. Unternehmen, die eine CASB-Lösung nutzen, verzeichnen beispielsweise eine um 45 Prozent höhere Mitarbeiterzufriedenheit oder eine um 15 Prozent bessere Zusammenarbeit von Mitarbeitern als Unternehmen ohne CASB.

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