Hybride Angriffe Bevölkerung wünscht sich mehr Befugnisse für Sicherheitsbehörden

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Deutschen wünschen sich mehr Befugnisse für Sicherheitsbehörden ge­gen hybride Angriffe. Zudem werden mehr Transparenz und aktive Ge­gen­schlä­ge gefordert. Öffentlich-rechtliche und private Medien genießen mehr Vertrauen als Politik und Behörden.

Hybride Angriffe umfassen Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Sabotage an kritischen Infrastrukturen, psychologische Kriegsführung, Wirtschaftsspionage, politische Einflussnahme und Terrorismus, oft in Kombination, um Unsicherheit und Instabilität zu erzeugen.(Bild: ©  Tobias - stock.adobe.com)
Hybride Angriffe umfassen Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Sabotage an kritischen Infrastrukturen, psychologische Kriegsführung, Wirtschaftsspionage, politische Einflussnahme und Terrorismus, oft in Kombination, um Unsicherheit und Instabilität zu erzeugen.
(Bild: © Tobias - stock.adobe.com)

„Deutschland muss sich besser auf hybride Angriffe vorbereiten, und zwar auf allen Ebenen. Dazu gehören unbedingt auch bessere Informationen für die Menschen im Land. Alle sollten wissen, welche Maßnahmen schon heute sinnvoll sind, und was sie bei hybriden Angriffen tun können“, appelliert Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst infolge der ernüchternden Ergebnisse der jüngsten Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Denn während sich die deutsche Be­völ­ker­ung im Falle eines hybriden Angriffs einen handlungsfähigen Staat und starke Behörden wün­schen, sind die Erwartungen gering. Viele Bürgerinnen und Bürger sehen Deutschland laut Bitkom insgesamt nur mäßig vorbereitet und unterstützen daher zusätzliche Befugnisse für Sicherheitsbehörden. Aktuell sehe nur eine knappe Mehrheit von 56 Prozent die Polizei gut auf hybride Angriffe vorbereitet. Hybriden Angriffen sind eine Kombination von digitalen Attacken, Sabotageaktionen und Desinformationskampagnen. Für die Studie wurden 1.263 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt.

Diese Maßnahmen wünscht sich die Bevölkerung

47 Prozent hätten ausgesagt, dass die Bundeswehr gut auf hybride Angriffe vorbereitet sei. Da­hinter würden mit Abstand etwa gleichauf das Gesundheitswesen mit Krankenhäusern und Ärzten (38 Prozent) folgen, dann die öffentliche Verwaltung (37 Prozent) und Unternehmen (36 Prozent). Schlusslicht sei die Bevölkerung selbst, die nur 32 Prozent für gut vorbereitet halten würden. 75 Prozent würden sich von der Bundesregierung zur Abwehr hybrider Angriffe eine Ausweitung der Überwachungsbefugnisse der Sicherheitsbehörden wünschen. Weitere 63 Prozent würden eine staatliche Informationskampagne zum Verhalten bei solchen Angriffen befürworten, 45 Prozent regelmäßige bundesweite Übungen.

Zudem wünsche sich die Bevölkerung, dass die Verantwortlichen deutlich benannt würden und fordere die Bundesregierung auf, die hybriden Angreifer zu benennen (61 Prozent). Fast jede und jeder Zweite (47 Prozent) trete außerdem für so genannte „Hack-Backs“ ein, wolle also, dass die Bundeswehr ihrerseits mit Cyberangriffen gegen feindliche Hackergruppen zurückschlägt. 33 Prozent würden sogar sogar wollen, dass massive Cyberangriffe auf einen Nato-Staat wie ein militärischer Angriff betrachtet werden. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) habe sich für eine deut­li­che Förderung der deutschen Sicherheitsindustrie ausgesprochen.

Vertrauen in Radio und TV

Die verlässlichsten Informationen zu hybriden Angriffen und ihren Folgen würde sich die Bevölkerung vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk erwarten, dem 82 Prozent vertrauen würden. Knapp dahinter liegen laut Bitkom private TV- und Radio-Sender mit 77 Prozent. Den Informationen von Parteien, Behörden, Ministerien und Organisationen wie Gewerkschaften würden 64 Prozent vertrauen, fast ebenso viele überregionalen sowie internationalen Print- und Online-Medien mit je 63 Prozent. Danach würden regionale und lokale Print- und Online-Medien (57 Print), Youtube-Kanäle (42 Prozent) sowie soziale Netzwerke (41 Prozent) folgen. Aber auch an den politischen Rändern verorteten Medien vertraue jeweils rund ein Drittel der Menschen: 34 Prozent weit rechts verorteten Medienportalen oder Blogs, 33 Prozent den weit links verorteten. Nachrichtengruppen bei Messenger-Diensten würden ebenfalls 33 Prozent vertrauen.

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