CVSS 10.0 Identitätsdiebstahl und Rechte­ausweitung in Grafana

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Grafana schließt eine kritische Sicherheitslücke mit dem CVSS-Score 10.0, über die Angreifer Nutzer-IDs kapern und ihre Rechte ausweiten könnten, wenn SCIM aktiviert ist. Unternehmen sollten die bereitgestellten Updates schnell installieren, um ein hohes Risiko zu vermeiden.

Durch die Ausnutzung der Grafana-Schwachstelle CVE-2025-41115 können Cyberkriminelle externe numerische SCIM-IDs als interne Benutzerkonten missbrauchen, sich damit als bestehende Nutzer bis hin zum Admin ausgeben und so Identitäten kapern oder ihre Rechte  ausweiten.(© sasun Bughdaryan - stock.adobe.com)
Durch die Ausnutzung der Grafana-Schwachstelle CVE-2025-41115 können Cyberkriminelle externe numerische SCIM-IDs als interne Benutzerkonten missbrauchen, sich damit als bestehende Nutzer bis hin zum Admin ausgeben und so Identitäten kapern oder ihre Rechte ausweiten.
(© sasun Bughdaryan - stock.adobe.com)

Die Entwickler von Grafana haben eine neue Enterprise-Version vorgestellt: 12.3. Doch dabei handelt es sich nicht um ein reines Funktionsupdate, sondern auch um ein sicherheitrelevantes Release. Denn die neuen Versionen Grafana Enterprise 12.2.1, 12.1.3 und 12.0.6 beheben alle drei die enorm kritische Sicherheitslücke CVE-2025-41115.

Grafana ist ein Tool für die Visualisierung und Analyse von Daten, das es als Enterprise-Version wie auch als Open-Source-Software gibt. Unternehmen können damit interaktive Dashboard erstellen, Alarme definieren und somit ihre Infrastruktur und Anwendungen überwachen. In der kostenpflichtigen Variante der Versionen 12.0.0 bis 12.2.1 findet sich die Schwachstelle CVE-2025-41115, die den höchstmöglichen CVSS-Score von 10.0 erhalten hat. Sie ermöglicht es Cyberkriminellen, sofern das System for Cross-domain Identity Management (SCIM) aktiviert ist, einen Nutzer mit einer numerischen, externen ID zu erstellen. In einem solchen Fall würde Grafana die externe SCIM-ID direkt der internen Benutzer-ID zuordnen. Dann würden numerische Werte als interne numerische Benutzer-IDs interpretiert. In einigen Fälle könnte die erfolgreiche Ausnutzung von CVE-2025-41115 sogar dafür sorgen, dass ein neu eingerichteter User genauso behandelt wird wie ein bestehendes internes Konto – sogar das Adminkonto – was zu Identitätsdiebstahl oder Rechteausweitung führen könnte.

Grafana weist darauf hin, dass CVE-2025-41115 nur angreifbar ist, wenn das Feature-Flag „enableSCIM“ auf „true“ gesetzt ist und die Konfigurationsoption „user_sync_enabled“ im Block „[auth.scim]“ ebenfalls auf „true“ gesetzt ist. Zudem informiert der Hersteller, dass die Open-Source-Edition Grafana OSS nicht von der Schwachstelle betroffen ist. Außerdem habe sich Grafana mit AWS und Microsoft abgestimmt, sodass deren Angeboten Amazon Managed Grafana und Azure Managed Grafana ebenfalls abgesichert sind.

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