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IP-Insider fragt nach – 3teiliges Video über IPv6 im Dual Stack IPv6-Lehrgang gefällig? Anwender stellt sein Projekt vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das IPv6-Team von Dirk Kurfürst saß in Dresden, dort, wo sein Arbeitgeber Qimonda Halbleiter fertigte. Den Hersteller gibt es nicht mehr, doch das IPv6-Projekt war erfolgreich. In einem dreiteiligen Video stellt Kurfürst die Rahmenbedingungen, die Aufgaben, die Herausforderungen sowie positive und negative Überraschungen vor. Dabei kommt ein kleiner Lehrgang in Sachen IPv6 heraus. Die Folien gibt es auch.

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Dirk Kurfürst, der Netzwerker, weiß, wovon er redet, wenn er über Ipv6 spricht.
Dirk Kurfürst, der Netzwerker, weiß, wovon er redet, wenn er über Ipv6 spricht.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir wollten wissen, wie sich IPv6 anfühlt“, sagt Kurfürst, „einen Wissensvorsprung schaffen und den Forderungen von Geschäftspartnern sowie den Behördenvorgaben aus verschiedenen Ländern nachkommen.“ Kurfürst ist heute als Berater bei dem Unternehmen Isarnet beschäftigt. Doch in seinem Video berichtet er aus seinen Erfahrungen als Anwender.

Immerhin war Qimonda ein international tätiges Unternehmen, unter anderem mit Niederlassungen in Asien, wo IPv6 viel stärker nachgefragt wird als hierzulande. Seine Verbindungen zu den europäischen Dependancen und zu asiatischen Standorten waren dank Ipv6 schließlich zukunftsfähiger als sein Arbeitgeber.

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Aus dem Video-Inhalt

Einer der Treiber und zugleich eine Herausforderung für das Projekt war die IPv6-Unterstützung der Microsoft-Betriebssysteme Windows Vista und Windows 7. Denn hier läuft einiges anders in Bezug auf die Version 6 des Internet-Protokolls als gewohnt. So kann Teredo, das von Microsoft stammende, in einem RFC standardisierte Verfahren, IPv6-Tunnel und offen halten, um IPv6-Inseln miteinander zu verbinden. Das kann zu erheblichen Sicherheitslücken führen, muss aber nicht.

Ein wenig bange war das IPv6-Team von Kurfürst vor den langen IPv6-Adressen. Doch durch eine geschickte Aufteilung bekamen die Netzwerker eine unternehmenseigene Adresshierarchie hin. Das erleichtert den Umgang mit den Adressen.

Im dritten Teil des Kurfürst-Videovortrags geht es um die erwarteten und unerwarteten Überraschungen. Die vielleicht größte und erfreulichste schildert Kurfürst als „einfach unspektakulär“. Denn schließlich habe das Team „IPv6 ausgerollt und es lief“.

Allerdings hat das Team auch immer wieder festgestellt, dass IPv6 weitestgehend die Entdeckung von Neuland bedeutet. Dabei wurde IPv6 bereits 1998 mit der Publikation „RFC 2460“ zum offiziellen Nachfolger von IPv4. Umso wertvoller erscheint das, was Kurfürst aus seinem Anwenderprojekt berichten kann.

Und noch etwas: Kurfürst macht Mut zur IPv6-Migration. Sie sei weniger aufwändig und kompliziert, als sich vermuten lasse.

IP-Insider fragt nach: IPv6 als Dual Stack, Teil 1: Die Stimme aus der Praxis sagt: „IPv6 ist kein Hexenwerk!“

IP-Insider fragt nach: IPv6 als Dual Stack, Teil 2: Pv6 – Wo Teredo bohrt und IP-Adressen das Fürchten lehren

IP-Insider fragt nach: IPv6 als Dual Stack, Teil 3: Probleme im IPv6-Projekt – es lief, es stoppte, es läuft

IP-Insider-Download-Service und Bildergalerie

Für das Video hat Dirk Kurfürst nur wenige Folie ausgesucht. Doch hatte er einen kompletten Folienvortrag vorberietet. Diesen gibt es in drei Teilen als PDF zum Download. (Archiv: Vogel Business Media)

Dirk Kurfürst hat in seinem Video-Vortrag nur wenige Folien verwendet. Doch er hatte weit mehr vorbereitet. IP-Insider bietet diesen Folienvortrag komplett als PDF zum Download an (siehe: Links). Der Vortrag ist passend zu der Video-Trilogie in drei Teile untergliedert.

Wer sich schnell durch alle Folien durchklicken will, findet den Vortrag auch komplett als Bildergalerie auf der IP-Insider-Seite unter „IPv6 - aus der Praxis lernen“

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