Nach Cyberangriff auf FBI-Chef USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die USA werfen Hackergruppen mit Iran-Bezug immer wieder Cyberangriffe vor, zuletzt geriet sogar FBI-Chef Kash Patel ins Visier. Nun gibt es neue Vorfälle hinter denen eine iranische Hackergruppe vermutet wird.

Iranische Cyberkriminelle sollen Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors in den USA angegriffen haben.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Iranische Cyberkriminelle sollen Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors in den USA angegriffen haben.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Hacker mit Verbindungen zum Iran führen laut der US-Behörde für IT-Sicherheit Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch. Die Gruppen griffen gezielt Indus­trie­anlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilte die zuständige Behörde CISA mit. Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen. In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmaß waren zunächst nicht bekannt.

Erst vor anderthalb Wochen war der Direktor der US-Bundespolizeibehörde FBI, Kash Patel, Opfer eines Hackerangriffs geworden. Eine Gruppe mit Verbindungen zum Iran habe den Cyberangriff für sich reklamiert. Das US-Außenministerium setzte eine Belohnung von bis zu zehn Millionen US-Dollar für Hinweise aus, die zur Identifizierung des iranischen Hackerteams führen. Mutmaßungen nach steckt die iranische Hackergruppe „Handala“ dahinter.

Bekanntes Exilportal ebenfalls gehackt

Die Akteure werden für einen weiteren Cyberangriff verantwortlich gemacht. Nach Angaben der iranischen Justiz haben Hacker mutmaßlich Zugriff auf Daten eines bekannten Exilportals er­langt. Dabei seien große Menge an Daten erbeutet worden, darunter Schriftwechsel, Listen von Angestellten, Informanten sowie streng vertrauliche Daten, berichtete das Sprachrohr der ira­nischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan.

Bei dem Portal handelte es sich um die gut informierte Website „Iranwire“. Sie war am Dienstag, den 31. März 2026, zunächst nicht wie gewöhnlich erreichbar. „Derzeit führen wir planmäßige Wartungsarbeiten durch. Wir sind so bald wie möglich wieder online“, hieß es dort. In den so­zialen Medien war das Medium jedoch weiter aktiv. Auf der Plattform X berichtete Iranwire am Dienstag weiter, ohne einen Hacker-Angriff zu melden. In ihrem Bericht schrieb Misan, die Hackergruppe „Handala“ sei für den mutmaßlichen Angriff verantwortlich.

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