Knowledge River legt los

IT-Ausfälle mittels Predictive Analytics verhindern

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

Es gibt Möglichkieten voraus zu sehen, wie sich IT-Systeme verhalten, so Knowledge-River-CEO Sven Bittlingmayer.
Es gibt Möglichkieten voraus zu sehen, wie sich IT-Systeme verhalten, so Knowledge-River-CEO Sven Bittlingmayer. (Bild: gemeinfrei: Lars_Nissen_Photoart auf Pixabay)

Das Mainzer Startup Knowledge River will dank Predictive Analytics Fehler in IT-Systemen erkennen, bevor Schäden auftreten. Auf der Security-Fachmesse „IT-SA“ präsentiert das junge Unternehmen in dieser Woche sein Know-how.

Gerade in kritischen Geschäftsbereichen ist eine hohe Ausfallsicherheit unabdingbar. Knowledge River vergleicht das Thema mit dem Straßenverkehr, wo vorausschauendes Fahren praktisch als Selbstverständlichkeit gilt: „Das sollte in der IT genauso sein“, findet CEO Sven Bittlingmayer. Predictive Analytics biete hierzu einen geeigneten Ansatz. Zudem grenze es laut dem Startup an Fahrlässigkeit, wenn verfügbare technische Mittel nicht ausgeschöpft würden.

„Auf einer breiten Datenbasis, die in jedem Rechenzentrum vorhanden ist, kalkulieren wir Risiken und versuchen, möglichst genau so genannte Incidents vorauszusehen“, verdeutlicht Bittlingmayer. Mit diesem Begriff sind Zwischenfälle in Rechenzentren gemeint, die im schlimmsten Fall geschäftskritische Bereiche einer IT-Infrastruktur lahmlegen können.

Knowledge-River-CEO Sven Bittlingmayer
Knowledge-River-CEO Sven Bittlingmayer (Bild: KnowledgeRiver)

Die Folgen fallen meist schnell auf, insbesondere bei Anwendungen für Endkunden. Wird ein Ausfall nicht rechtzeitig bemerkt, kann es schnell unangenehm werden. „Denken Sie beispielsweise an Banken- und Börsensysteme, die gesamte Telekommunikation oder Cloud-Services in Unternehmen“, zählt der Knowledge-River-Chef auf. Stabilität, Leistung und Kosteneffizienz seien deshalb besonders wichtig.

Nicht nur im Datacenter wichtig

Das Startup weist auch darauf hin, dass Predictive Analytics nicht nur für Rechenzentren, sondern für die Unternehmens-IT allgemein wichtig sind. Leistungseinbrüche, Datenverluste, Ausfallzeiten oder blockierte Zugriffe kosten Zeit und Geld oder führen sogar zu gefährlichen Situationen. „Wir nutzen die im laufenden Betrieb entstehenden Daten, also Konfigurationsdaten aller Geräte, Monitoring-Daten, Log-Files und Informationen über die Performance und werten diese mittels unserer Software aus“, erläutert Bittlingmayer. Darauf folgt ein Abgleich mit den Daten eines „gesunden“ Systems. Fallen dabei Abweichungen auf, lassen sich Ausfälle durch rechtzeitiges Eingreifen verhindern.

„Wir möchten einfach keine Nachrichten mehr hören über ausgefallene Systeme, darüber dass gerade jetzt kein Online-Banking möglich ist oder die Gepäckabfertigung am Flughafen steht, das ist unnötig und vermeidbar“, fasst Bittlingmayer die Motivation von Knowledge River zusammen.

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