Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ Unternehmen priorisieren IT-Sicherheit nach Geschäftskritikalität

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Bei der Priorisierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen steht für Unternehmen vor allem der Schutz geschäftskritischer Systeme und Prozesse im Mittelpunkt. Das zeigt die Studie „Cybersicherheit in Zahlen“. Risiko, mögliche Schäden und verfügbare Budgets folgen dicht dahinter.

Unternehmen richten ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen weniger an Kundenerwartungen und mehr am Schutz geschäftskritischer Systeme und Prozesse aus.(Bild:  KI-generiert)
Unternehmen richten ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen weniger an Kundenerwartungen und mehr am Schutz geschäftskritischer Systeme und Prozesse aus.
(Bild: KI-generiert)

Unternehmen können nicht alle Sicherheitsmaßnahmen gleichzeitig umsetzen und müssen deshalb priorisieren. Für Entscheider ist dabei entscheidend, welche Systeme und Prozesse den Geschäftsbetrieb unmittelbar beeinträchtigen würden, wenn sie ausfallen oder kompromittiert werden. Für den Report „Cybersicherheit in Zahlen“ 25 / 26 von G Data, Statista und Brand eins haben die Studienautoren eine Skala von 1.0 bis 5.0 festgelegt, wobei ein niedrigerer Wert für eine höhere Priorität steht. Der Schutz geschäftskritischer Systeme und Prozesse erreicht mit 2,72 den höchsten Stellenwert in der Studie. Knapp dahinter folgen Risiko und potenzielle Schäden für das Unternehmen mit 2,75 sowie das verfügbare Budget für IT‑Sicherheit mit 2,78. Die neue Studie für 2026 / 2027 veröffentlicht G Data im Laufe des Septembers 2026.

Compliance und Sicherheitsstrategie bleiben wichtig

Auch regulatorische Anforderungen und langfristige Sicherheitsziele prägen die Planung. Die Einhaltung von Compliance-Vorgaben erreicht in der Untersuchung einen Wert von 2,94. Die interne Sicherheitsstrategie beziehungsweise Roadmap folgt mit 2,95. Danach nennen die Befragten die Kosten-Nutzen-Abwägung geplanter Maßnahmen mit 2,97.

Damit wird IT-Sicherheit laut Studie nicht mehr nur als technische Aufgabe betrachtet. Sie ist zunehmend mit Geschäftsprozessen, Budgetentscheidungen, regulatorischen Anforderungen und langfristiger Unternehmensplanung verknüpft.

Zeit, Bedrohungslage und Ressourcen nachrangig

Verfügbare Zeitfenster für die Umsetzung kommen auf einen Wert von 3,05. Die aktuelle und zukünftige Bedrohungslage sowie die technische Integration in bestehende Systeme folgen jeweils mit 3,08. Die Verfügbarkeit interner Fachkräfte und Ressourcen liegt bei 3,15.

Am unteren Ende der Rangliste stehen Erfahrungen mit früheren Sicherheitsvorfällen mit 3,25. Noch geringer gewichten die Befragten Erwartungen von Kunden, Partnern oder Aufsichtsbehörden mit 3,28. G Data weist darauf hin, dass gerade Erfahrungen aus vergangenen Sicherheitsvorfällen wichtige Hinweise auf technische Schwachstellen, unklare Zuständigkeiten oder fehlende Prozesse liefern können. Erkenntnisse aus Incidents sollten deshalb in Sicherheitsstrategien, Meldewege und Notfallprozesse einfließen.

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