Kaspersky meldet weiteren Anstieg von Cyberattacken Ein Fünftel aller Cyberangriffe laufen über einen Monat

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach einer aktuellen Analyse von Kaspersky dauern immer mehr Cyberangriffe über einen Monat. Fast die Hälfte aller IT-Entscheider gehen davon aus, dass ihr Team nicht in der Lage ist Cyberattacken richtig einzuschätzen.

Kaspersky meldet einen Anstieg bei länger andauernden Cyberattacken.(Bild:  Who is Danny - stock.adobe.com)
Kaspersky meldet einen Anstieg bei länger andauernden Cyberattacken.
(Bild: Who is Danny - stock.adobe.com)

Der Kaspersky Incident Response Analyst Report 2023 deckt einige besorgniserregende Zahlen bei Cyberattacken auf. Ein gefährlicher Trend in der IT-Sicherheit ist die zunehmende Ausnutzung vertrauensvoller Beziehungen als Angriffsvektor. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um rund sechs Prozentpunkte zu verzeichnen. Laut einer Umfrage glauben 40 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland, dass ihre Teams die Gefahr durch Cyberangriffe nicht richtig einschätzen können.

Kaspersky meldet eine Zunahme von lang andauernden Cyberangriffen

Kaspersky meldet, dass im vergangenen Jahr mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der Cyberangriffe auf Unternehmen und Organisationen länger als einen Monat andauerten. Dies stellt eine Zunahme von rund sechs Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2022 dar. Als einer der Hauptangriffsvektoren wurden vertrauensvolle, aber kompromittierte Beziehungen identifiziert, etwa durch Zweit- oder Drittparteien mit Zugang zu internen oder Cloud-Systemen. Dieser Angriffsvektor machte im Jahr 2023 sieben Prozent der von Kaspersky analysierten Cyberattacken aus.

Cyberkriminelle nutzen vertrauensvolle Beziehungen in den angegriffenen Unternehmen, um ihre Langzeitangriffe durchzuführen. Dadurch können sie mehrere Ziele über ein einziges kompromittiertes Unternehmen angreifen. Die Hälfte dieser Cyberangriffe dauerte länger als einen Monat, ein ähnlicher hoher Anteil wurde nur bei Insider- und Phishing-Angriffen registriert.

Im Jahr 2023 gehörten Angriffe über vertrauensvolle Beziehungen erstmals seit Jahren zu den drei am häufigsten genutzten Angriffsmethoden. Die Hälfte dieser Angriffe wurde erst entdeckt, nachdem bereits ein Datenleck aufgedeckt worden war. Durch die Ausnutzung dieser Beziehungen können Cyberkriminelle ihre Angriffe ausdehnen und Netzwerke über längere Zeiträume infiltrieren.

Vertrauensdefizite bei IT-Sicherheitsteams

Während Unternehmen verstärkt mit Langzeitangriffen über vertrauensvolle Beziehungen kämpfen, zeigt die Kaspersky-Umfrage aus dem Jahr 2023 interne Vertrauensdefizite auf. So gaben 40 Prozent der in deutschen Unternehmen befragten IT-Entscheider an, dass das eigene Sicherheitsteam das Risiko durch Angriffe nicht richtig einschätzen kann. Nur 56,5 Prozent trauen ihrem Team die Identifikation und Priorisierung von Sicherheitsvorfällen zu, und lediglich 49 Prozent glauben, dass ihr Team in der Lage ist, Vorfälle zu isolieren und durch Backups zu sichern.

(ID:50043817)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung